Neumünster : Großes Tanztheater von ganz Kleinen

Aschenbrödel (Charlotte Lösch) und der Prinz (Laura Pankow) tanzen auf dem Ball.
Aschenbrödel (Charlotte Lösch) und der Prinz (Laura Pankow) tanzen auf dem Ball.

Kinder der Vicelinschule und der Kindertagesstätte „Nepomuk“ inszenieren „Drei Nüsse für Aschenbrödel“.

shz.de von
22. Mai 2018, 10:00 Uhr

Neumünster | Sie wirbeln, springen und tanzen über die die Bühne, 35 Kinder der Vicelinschule und der Kindertagesstätte „Nepomuk“ führten gestern im Zuge des Schultheaterfestivals das Märchen „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ auf.

Die Handlung ist weltbekannt: Aschenbrödel (Charlotte Lösch) lebt nach dem Tod ihres Vaters mit ihrer Stiefmutter (Sarah Schlesener) und deren Tochter (Mona Walther) zusammen. Sie wird von ihnen schikaniert und wie eine Dienstmagd behandelt. Als ein großer Ball bei Hofe ansteht, sind ihre Stiefmutter und Stiefschwester in heller Aufregung. Denn der Prinz (Laura Pankow) sucht eine Braut. Aschenbrödel jedoch darf nicht mitkommen. Abhilfe verschaffen drei Zaubernüsse, die ihr der Knecht schenkt. Eine davon verwandelt sich in ein traumhaftes Ballkleid, das es ihr ermöglicht, auf dem Ball zu tanzen. Der Prinz verliebt sich Hals über Kopf in sie. Das Ende ist bekannt.

Ballett-Sportpädagogin Katarina Jenikova-Grothkopp hat das tschechische Märchen überarbeitet und die Choreografien entworfen. Sie leitet die Kinder auf der Bühne an. Der jüngste Tänzer ist drei Jahre alt, der älteste ist 72. Die Rolle der Erzählerin übernimmt Katarina Schmidt. Die Kinder spielen und tanzen die Geschichte nach, ohne zu sprechen.

Charlotte Lösch als Aschenbrödel bewegt sich dabei wie eine kleine Ballerina über das Parkett. Der Prinz trägt stilsicher einen silbernem Glitzerhut. Die beiden bewegen sich auf dem Ball als tanzendes Paar durch die Menge, wobei sie mit ihren pompösen Capes ein echter Blickfang sind.

Die anderen Darsteller tragen weiße, glitzernde Kleider und Tutus, die die Winteratmosphäre des Märchens wunderbar unterstreichen. Die Kostüme stammen von Sarah Schlesener.

Musikalisch untermalt wird das Stück durch den Originalsoundtrack der gleichnamigen Märchenverfilmung. Katarina Jenikova-Grothkopp arrangierte die Stücke von Komponist Karel Svoboda eigens neu. Die etwa 100 Zuschauer – hauptsächlich Eltern und Großeltern – waren begeistert. Es wurde eifrig gefilmt und fotografiert.

> Die nächste Vorstellung des Schultheaterfestivals ist am morgigen 24. Mai. Die Schüler der Gemeinschaftsschule Brachenfeld treten mit dem Musical „Mörderballade“ auf.

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