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Stoffköste : Großes Gedränge auf dem Kleinflecken

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Handarbeitshandel unter freiem Himmel mausert sich immer mehr zum Mekka der Freizeit-Schneiderinnen. Veranstalter zählten 10 000 Besucher.

shz.de von
erstellt am 28.Sep.2015 | 08:30 Uhr

Neumünster | Großes Gedrängel auf dem Kleinflecken: Bei schönem Sonnenwetter stürmten gestern wieder 10 000 Menschen aus nah und fern auf die Stoffköste, den größten Stoffmarkt des Landes. Neben dem Sicherheitstag und dem Entenrennen bildete die letzte Stoffköste dieses Jahres den Rahmen für den verkaufsoffenen Sonntag.

Mit den verschiedensten Materialien rund ums Nähen stellten 160 Anbieter ihre Verkaufsstände rund um den Kleinflecken auf. Mitgebracht hatten sie unzählige Stoffe in allen erdenklichen Farben, Garne, Knöpfe, Schnittmuster, Reißverschlüsse und, und, und. Viele Besucher (zum größten Teil Frauen) ließen sich durchaus auch inspirieren.

Eine Premiere war die diesjährige Stoffköste für Nicole Kneesch und Katja Manzelmann. „Wir sind hierher gekommen, um in erster Linie Stoffe zu kaufen, um für unsere Kinder Kleidungsstücke zu nähen. Unser Auto ist schon voll mit Stoffen und Utensilien, die nicht auf unserer Liste standen“, erzählten die beiden Rendsburgerinnen lachend, und schon wieder waren sie total bepackt mit Tüten. Die beiden Frauen haben erst vor kurzem das Nähen als Hobby für sich entdeckt. „Kinderkleidung zu kaufen ist sehr teuer, deshalb nähen wir sie jetzt einfach selbst. Wie man es macht, haben wir uns mit Tipps und Tricks aus dem Internet und Fachmagazinen selbst beigebracht“, erzählten sie.

Gezielt suchte auch Uta Kirschnick aus Neukloster bei Wismar. „Ich besuche zurzeit meine Tochter. Auf der Stoffköste suche ich jetzt nach schönen Stoffen, um daraus Taschen zu nähen“, verriet sie. Während sich die Besucher durch die Standreihen drängelten, nutzten viele Besucher die Möglichkeiten, sich auf einer Bank auszuruhen, die Einkäufe zu ordnen, das restliche Geld zu zählen und sich mit der einen oder anderen gastronomischen Spezialität zu stärken.

Die Michael Weiß Jazzband untermalte das Geschehen in bewährter Weise mit schmissigem Herbst-Jazz. Nach dem Einkaufsvergnügen trieb es manchen Besucher auch noch ins Museum Tuch + Technik. „Wir sind wieder sehr zufrieden. Die Stoffköste war den ganzen Tag gut besucht. Die stabile Besucherzahl zeigt, dass die Stoffköste ein Erfolgsmodell ist, an dem wir auch künftig festhalten werden“, resümierte Citymanager Michael Keller am Abend.

 

 



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