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Motorrad-Saison : Großes „Anlassen“ in Tungendorf

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Motorradfahrer aus drei Bundesländern trafen sich zum Start der Saison zu einer Ausfahrt.

shz.de von
erstellt am 05.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Neumünster | Rund 100 Motorräder aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern starteten gestern vom Schulhof der Pestalozzischule zu einer gemeinsamen Ausfahrt. Organisiert wurde die Fahrt von der Interessengemeinschaft Flaming Stars (frei übersetzt: flammende Sterne), zu der größtenteils motorradfahrende Feuerwehrleute zählen.

„Wir machen gemeinsame Ausfahrten im In- und Ausland. Die Gemeinschaft und soziales Engagement stehen bei uns vorne an“, sagte Sprecher Werner Stöwer. Die Flaming Stars führen keine Mitgliederlisten, es werden keine Beiträge verlangt und auch sonst gibt es keine expliziten Voraussetzungen, um mitfahren zu können. „Wir sind für alle offen. Wir haben keine Raser in unseren Reihen und sind natürlich bei feuerwehrspezifischen Veranstaltungen mit von der Partie. Aber jeder kann bei uns mitmachen“, so Stöwer weiter.

Gestern zelebrierten die Biker das so genannte Anlassen – ihren Saisonstart. „Eigentlich sind wir schon viel zu spät, aber ein früherer Beginn ist risikoreich, weil man den Winter nicht beeinflussen kann“, meinte Jürgen Lüthje, Flaming Star und Feuerwehrmann in Tungendorf-Stadt. Im Feuerwehrhaus wurde gestern zunächst gemeinsam gefrühstückt, gefolgt von einem Motorrad-Gottesdienst, den Pastor Sven Warnk von der Andreasgemeinde geleitet hatte. Es war der erste Motorrad-Gottesdienst für den Geistlichen, der sich auf diese Aufgabe freute, wie er sagte, und bestens vorbereitet hatte: „Gott, auch in dunkelster Nacht, im strömenden Regen, in Einsamkeit und Verlassenheit bist du mein Sozius“, gab Warnk den zuhörenden Bikern auf den Weg.

Anschließend gab es noch eine besondere Ehrung. Die Johanniter-Motorradstaffeln aus Hamburg und Lübeck bekamen einen Pokal und zehn Freikarten für den Hansa-Park überreicht. Auf den mit Martinshorn und Blaulicht ausgestatteten Motorrädern, Quads und Einsatzleitwagen übernehmen die Fahrer wichtige Sicherungsaufgaben während der Ausfahrten, und deswegen wurde ihnen der Preis verliehen.

Dann machten sich die Kradfahrer bereit für die 48 Kilometer lange Tour im nördlichen Neumünsteraner Umland. „Wir fahren fast ausschließlich Nebenstrecken, wo nicht so viel Verkehr ist“, erklärte Lüthje. Mit dabei war auch Angela Jolitz, die einzige Frau im Pulk, die nicht als Sozius, sondern am Steuer mitgefahren war. „Ich bin seit mehr als fünf Jahren Mitglied der Flaming Stars. Ich genieße die Gemeinschaft. Man lernt viele Menschen kennen. Und in Gruppen zu fahren macht auch viel mehr Spaß“, verriet sie. Demnächst wird sie an einer internationalen Tour der Flaming Stars durch Schottland teilnehmen, wie sie berichtete.

Am 16. Dezember 2003 wurden die Flaming Stars von den Gebrüdern Werner, Hans-Joachim und Manfred Stöwer in Rickling gegründet.


 

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