Briefmarken-Sammler : Großer Andrang beim Tauschtag

Mehr als 300 Briefmarken-Sammler kamen in den Festsaal der Stadthalle. Nur die Jugend blieb wieder aus.

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25. März 2013, 09:32 Uhr

Neumünster | Briefmarken-Freunde aus dem ganzen Norden zog es am Sonntag wieder in die Schwalestadt. Der Briefmarkensammlerverein hatte zu seinem alljährlichen Großtauschtag eingeladen. "Mehr als 300 Sammler sind nach Neumünster gekommen", sagte Vereins-Chef Rainer Hebel erfreut über den Erfolg seiner Veranstaltung. Die präsentierte sich in einem bisher nie da gewesenen Umfang: Der Bund der Philatelisten hielt parallel eine Etage höher seine Jahresversammlung ab. Im Foyer der Stadthalle wurde die Heimatausstellung inklusive Neumünsteraner Postkarten zur Schau gestellt.

Lothar Altmann aus Aukrug hatte unter den Sammlern Platz genommen. Er suchte in Neumünster gezielt nach Briefmarken aus Marokko und Kanada. "Heute lief das sehr gut. Aus Marokko finde ich sonst nur wenige. Diesmal habe ich gleich zu Beginn mehrere Dutzend Marken bekommen", erzählt der passionierte Philatelist, den die Sammelleidenschaft seit 40 Jahren nicht loslässt. "Damals hatten wir Bekannte in der DDR. Sie haben uns Briefe geschrieben, und die Briefmarken darauf haben mich zum Sammeln animiert", beschrieb der Aukruger, wie er zu seinem Hobby kam. Inzwischen kennt man sich bereits auf den Tauschtagen. "Man bekommt von bekannten Sammlern direkt etwas angeboten. Oder man schlendert durch die Reihen und sieht anhand der Kataloge, was gesammelt wird und spricht denjenigen an", erklärt Altmann den Ablauf auf so einem Tauschtag.

Organisator Rainer Hebel war begeistert vom Zulauf. Er bedauerte aber, dass wieder kaum Kinder und Jugendliche gekommen waren. "Ich werde die Jugendarbeit künftig verstärkt ausbauen", kündigte er an. Dafür werde er auch seine Sammler-Kollegen mit ins Boot holen, versicherte Hebel.

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