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Wittorferfeld : Großer Andrang auf dem Recyclinghof

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der stärkste Tag des Jahres: Zahlreiche Bürger nutzten am Ostersonnabend die Gelegenheit, Elektroschrott und Müll zu entsorgen.

Neumünster | Frühjahrsputz gehört in vielen Familien vor Ostern zum jährlichen Ritual. Was dabei alles aus Haus, Keller und Garten hervorkommt und entsorgt werden muss, erstaunt nicht nur die Beteiligten. Für die Mitarbeiter des Recyclinghofes der Stadtwerke in Wittorferfeld ist der Ostersonnabend deshalb ein besonderer Großkampftag. „Wir werden heute wieder heiß frequentiert, wie auch schon in den Jahren zuvor“, sagte die Mitarbeiterin Elke Harms. Sie hatte sich schon auf der Zufahrtsstraße vor dem Kassenhaus postiert, um die „Pauschalablieferer“, meist mit mehreren Säcken voll Grünzeug im Auto, mit ihrer mobilen Kasse abzufertigen.

Wer einen Anhänger am Auto hatte, musste auf die Waage und wurden von einer zweiten Mitarbeiterin per Ampel dirigiert und zur Kasse gebeten. Auf der Rampe, wo die Container für Grünabfall, Metall, Bauschutt und ähnliche Dinge standen, ging es mehr als eng zu. Da fielen trotz des herrlichen Frühlingswetter von besonders Ungeduldigen sogar harsche Worte, nur um einen Meter näher an einen der Container fahren zu können.

Ingo Behrends aus Großenaspe störte das nicht: „Frühlingsputz muss sein“, meinte er, „da werden Nägel mit Köpfen gemacht. Bei einem Haus, Schuppen, Keller und Garten sowie zwei Kindern kommt allerhand Abfall zusammen.“ Sein Hänger war mit einer Hauswasserpumpe, zwei Fernsehern, altem Holz und jeder Menge Kleinzeug ordentlich beladen.

Für die beiden Neumünsteraner Michael Kortum und Lars Knoor gab es „eigentlich keinen besonderen Frühjahrsputz, aber über die Jahre sammelt sich schon einiges an“, meinte Kortum. So flogen alte Reisetaschen und Koffer, ein Ölradiator, Elektroschrott und diverse Farbeimer in die dafür bestimmten Container. Leschek Konopczynski trennte sich sogar von einem fast neuen Klappbett, einer Riesenglasscheibe und zusätzlich von verschiedenen Elektromotoren.

Eine eigene Fraktion waren die Gartenbesitzer, die „nur Grünzeug“ geladen hatten. Vor deren Ablagestellen ging es allerdings ganz besonders eng zu. Auch das eine oder andere Großgerät kam zum Einsatz: Aus Tungendorf fuhr ein Abschleppwagen vor, mit einem Stubben, der die ganze Ladefläche einnahm und nur mit einem Kran zu bewegen war.

Nach drei Stunden waren rund 120 Anlieferer abgefertigt und 16.086 Kilo Wertstoffe angenommen. Im vergangenen Jahr waren es verteilt über fünf Stunden mehr als 100 Kunden mit einer Abfallmenge von insgesamt 20.000 Kilogramm. „Diese Tagen sind immer stressig für uns”, resümierte Elke Harms nach Feierabend.

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