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Grossenaspe : Großenaspe investiert ins Wasserwerk

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die neue Technik wird die Gemeinde 660 000 Euro kosten.

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2014 | 07:30 Uhr

Grossenaspe | Gutes darf auch mal teuer sein: In der Sitzung des Planungs- und Maßnahmenausschusses der Gemeinde Großenaspe entschieden sich die Mitglieder letztlich einstimmig für die teuerste der drei vorgestellten Varianten für den geplanten Ausbau des Wasserwerkes. Mit der Investition in Höhe von 660 000 Euro – unter anderem für zwei Reinwasserbehälter mit jeweils 250 Kubikmeter Fassungsvermögen – soll zukünftig Versorgungsengpässen mit Frischwasser vorgebeugt werden.

Verbraucht werden von den 2200 Großenaspern, die durch die Einrichtung versorgt werden, zurzeit rund 100 000 Kubikmeter Wasser jährlich. Der Ortsteil Brokenlande wird von Neumünster aus bedient, und Anwohner in den Außenbereichen sind Eigenversorger. „In den letzten Jahren hatten wir immer wieder Probleme mit den veralteten Pumpen. Und einige Male mussten wir deshalb sogar mit Tankwagen Frischwasser aus Neumünster anfordern“, berichtete der Ausschussvorsitzende Bernd Konrad (CDU). Dies sei jetzt vorbei, denn das Fassungsvermögen der neuen Tanks garantiere eine uneingeschränkte Versorgung für zwei bis drei Tage. Zudem seien die neuen Pumpen mit einem intelligenten Steuerungssystem ausgestattet, das nicht nur Strom spare, sondern auch eine geringere mechanische Belastung mit sich bringe, erläuterte er weiter. „Ausgelegt ist das System jetzt für bis zu 4000 Personen. Damit ist die Gemeinde für die nächsten Jahrzehnte zukunftsfähig“, sagte Konrad im Hinblick auf den erwarteten Einwohnerzuwachs durch bereits geplante Neubaugebiete.

Allerdings müssen die Großenasper für die neue Technik nach Fertigstellung der Anlage (ein Termin steht noch nicht fest) mit einer Erhöhung des Wasserpreises rechnen. „Wir kalkulieren hier mit einer Steigerung von rund 20 Cent pro Kubikmeter. Damit würde der Preis von 50 auf 70 Cent steigen. Aber das ist im Vergleich zu anderen Gemeinden noch günstig“, erklärte er.

Finanziert werden soll das Projekt voraussichtlich über ein Kommunal-Darlehen, da in Großenaspe noch weitere Großbaustellen anstehen – unter anderem die Sanierung des Abwasserkanals an der K 111, die mit Kosten in Höhe von 600 000 Euro angesetzt ist. Hierüber wird jedoch letztlich die Gemeindevertretung, die am Donnertag, 30. Oktober um 20 Uhr in Timms Gasthof zusammenkommt, entscheiden.

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