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Gutenbergstraße : Großeinsatz: Mann (41) randalierte

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Psychisch Kranker warf Mobiliar auf die Gutenbergstraße. Sofa und Gefriertruhe flogen aus dem ersten Stock. Dann verbarrikadierte er sich.

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 07:57 Uhr

Neumünster | Ein offenbar psychisch gestörter Mann (41) hat in der Nacht zu gestern an der Gutenbergstraße für einen Großeinsatz der Polizei und der Feuerwehr gesorgt. Gegen 2.30 Uhr warf er plötzlich Teile des Inventars aus seiner Wohnung im ersten Stock des Mehrfamilienhauses Nummer 30 in hohem Bogen aus mehreren Fenstern.

Anwohner, die wegen des enormen Lärms aus dem Schlaf hochgeschreckt waren, alarmierten die Einsatzkräfte. Mehrere Streifenwagenbesatzungen, der Löschzug der Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Tungendorf-Stadt und der Rettungsdienst eilten an den Ort des Geschehens. Da waren bereits unter anderem ein Sofa, ein Computer und andere Einrichtungsgegenstände aus dem Wohnzimmer in den Hinterhof des Gebäudes geflogen.

Der offenbar völlig verwirrte Mann verzichtete sogar darauf, vor seinen Würfen die Fenster oder gar die Jalousien zu öffnen. Entsprechend hoch war die Geräuschkulisse. Aus seiner Küche beförderte er sogar eine stattliche Kühl- und Gefrierkombination durch die geschlossene Fensterscheibe ins Freie. Das schwere Elektrogerät zerbarst unmittelbar neben dem Eingang an der Vorderfront des Wohnblocks.

Die Nachbarn wurden von den Einsatzkräften aufgefordert, das Gebäude zu verlassen. Zunächst hatten sie nämlich befürchtet, dass es in der Wohnung des Tobenden auch brennen würde. Das bewahrheitete sich aber zum Glück nicht. Allerdings verbarrikadierte sich der Randalierer in seinem Badezimmer, um sich dem Zugriff durch die Polizei zu entziehen. Er konnte schließlich von den Ordnungshütern überwältigt werden und kam aufgrund seines psychischen Zustands per Rettungswagen ins Krankenhaus. Der Randalierer hat offenbar außerdem ein paar kleinere Wunden davon getragen. Laut Polizei wurde bei dem Einsatz ansonsten niemand verletzt.

Was den Mann in den frühen Morgenstunden derartig in Rage brachte, ist noch unklar. "Vielleicht ist er ja Dortmund-Fan, dann kann ich ihn fast verstehen", sagte ein Anwohner, der den nächtlichen Schrecken lieber mit Humor nahm.

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