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Holsteinischer Courier

21. August 2017 | 20:18 Uhr

Herbst : Großeinsatz gegen die Blätterlast

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Stadt räumt bis zu 800 Tonnen Laub aus Parks und von öffentlichen Wegen. Noch bis 30. November können Bürger Laub kostenlos abgeben.

Neumünster | Erst fing es ganz langsam an, dann gab die erste Frostnacht einen Schub, und jetzt macht der Sturm zusätzlich Tempo: Die Bäume lassen ihr Laub im großen Stil fallen, und machen nicht nur privaten Gartenbesitzern Beine. Bis zu 35 Mitarbeiter stellt das Technische Betriebszentrum (TBZ) derzeit täglich ab, um Neumünsters Straßen, Bürgersteige, Radwege, Parks und öffentliche Grünflächen von der Blattlast der Stadtbäume zu befreien.

Zwischen 650 und 800 Tonnen Laub – je nach Regen – werden die Mitarbeiter des TBZ in den kommenden Wochen zusammenkehren, schätzt TBZ-Chef Ingo Kühl, der den Fege-Einsatz vom Bauhof an der Niebüller Straße aus steuert. Die Laubberge sollen auf dem Bauhof möglichst abtrocknen, bevor sie zur weiteren Verwertung an die Firma Ernst Krebs gehen. Dort werden die Blattmassen biologisch behandelt, um später im Erdbau eingesetzt zu werden.

Gefegt wird dort, wo die Stadt auch sonst nach der Räumsatzung der Stadt zur Pflege verpflichtet ist. Das trifft auf rund die Hälfte der Straßen, Bürgersteige und Radwege in der Stadt zu, vorzugsweise innerhalb des Rings. Auch die häufig gestellte Streitfrage „Mein Laub, dein Laub? ist klar geregelt: Für die Entsorgung ist derjenige zuständig auf dessen Bereich das Blatt niederrieselt – unabhängig davon, ob es vom privaten oder dem Stadtbaum fällt.

Trotz Laubbläser und Maschinenpark – derzeit sind täglich zwei große und drei kleinere Kehrmaschinen im Kampf gegen die Blätterflut unterwegs – ist die Kehrarbeit noch immer mit viel Handarbeit verbunden. Bernd Pries, Orry Martens und Hans-Peter Grytz waren gestern morgen als Handkolonne im Bereich Hansaring und Goebenstraße unterwegs. Vier Stunden nach Beginn ihrer Schicht räumten sie bereits zum dritten Mal ihren Pritschenwagen auf dem Bauhof ab, gut 18 Kubikmeter Laubmasse hatten sie seit dem frühen Morgen zusammengekehrt. Die Schwerpunkte setzten sie auf ihrer Tour auch schon einmal selbst: Weil es auf dem Hansaring schon eine glitschige Laubschicht gab, wurde dort gestern Morgen zuerst gekehrt. Eine Bitte an die Bürger haben die Drei auch: Immer wieder komme es vor, dass Autofahrer auf den just zusammengeharkten Laubhaufen parken. „Das muss doch nicht sein!“, appelliert Hans-Peter Grytz an die Vernunft der Autofahrer. Ingo Kühl ärgert sich über eine andere Unsitte. „An mancher Straße, die wir gerade geräumt haben, liegen nach kurzer Zeit neue Laubhaufen, dafür sind die Vorgärten dann sauber geharkt!“ – Auch das muss eigentlich nicht sein: Im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden nimmt die Stadt das Herbstlaub weiter kostenlos entgegen. Noch bis zum 30. November können die Bürger die Blätterlast auf den Sammelplätzen oder auf dem Bauhof an der Niebüller Straße abgeben.

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erstellt am 12.Nov.2015 | 08:15 Uhr

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