zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

11. Dezember 2017 | 14:55 Uhr

Trappenkamp : Große Schlacht im Erlebniswald

vom

Das historische Kriegsgetümmel um Suentana soll im kommenden Jahr nachgestellt werden. Mitstreiter für das Spektakel werden gesucht.

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2013 | 06:40 Uhr

Trappenkamp | Freunde mittelalterlicher Schlachten und Besucher des Erlebniswald Trappenkamp dürfen sich schon einmal freuen. Im Mai 2014 soll es mit der Nachstellung der mittelalterlichen Schlacht um Suentana ein bislang im Norden einzigartiges Schlachtengetümmel geben.

Berstende Schilde, klirrende Schwerter, brechende Lanzen und brüllende Krieger in mittelalterlichem Gewand - was das mit Waldpädagogik zu tun hat, ist auf den ersten Blick nicht sichtbar. Die Brücke ist jedoch vorhanden, erklärt Stephan Mense, Leiter des Erlebniswaldes Trappenkamp. So sollen Teile eines vor über 1000 Jahren existierenden Waldes im Rahmen der Veranstaltung erlebbar gemacht werden. In Zusammenarbeit mit einer Gruppe mittelalterlich begeisterter Akteure soll unter dem Titel "Projekt Eisenwald" im Erlebniswald Trappenkamp ein Stück schleswig-holsteinischer Geschichte lebendig werden.

Bis heute streiten Historiker, wo die Schlacht um Suentana eigentlich genau stattfand. Belegt ist: Im Jahre 798 nach Christi lieferten sich Slawen und Sachsen eine für die weitere Entwicklung Norddeutschlands bedeutende Schlacht, die durchaus im Bereich der Segeberger Heide stattgefunden haben könnte. Folgen war unter anderem die Entstehung des sogenannten Eisenwaldes und die Besiedlung durch die Slawen. Die Quellen sprechen lediglich vom Sventanafeld. Helmfunde oder ähnliche Belege über den genauen Schlachtstandort gibt es nicht, sagte Koordinator Björn Bunz aus der Organisatorengruppe der Mittelalterakteure.

Ziel des Projekts ist es, die in fränkischen Reichsannalen überlieferte Schlacht bei Suentana aus dem Jahre 798 als große Neu-Inszenierung ("Re-Enactment"-Schlacht) zu organisieren. Geplant ist eine möglichst historiennahe Darstellung der Schlacht. Dazugehört auch die Ausrüstung der Teilnehmer. Etwa 200 Aktive sollen an den Schlachten teilnehmen. Es ist geplant, eine sächsische und eine slawische Kerntruppe aufzustellen. Besonders über einige sattelfeste Reiter mit schuss- und klapperfesten Pferden würde sich die Gruppe freuen, sagte Bunz. Damit es in der Schlacht möglichst zeitgetreu und unfallfrei zugeht, sind regelmäßige monatliche Trainings geplant. Das Mindestalter für Teilnehmer ist 18 Jahre. Akteure können sich unter www.projekt-eisenwald.de anmelden oder mit den Organisatoren in Verbindung setzen.

Neben den Nachstellungen der historischen Schlacht soll es offene Schlachten für die Teilnehmer geben. In einem anschaulichen Rahmenprogramm sind das mittelalterliche Handwerk und ein Markt zum Anschauen und Mitmachen vorgesehen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen