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Spektakel : Große Schlacht als einzigartiges Spektakel

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

200 Kämpfer stellten im Erlebniswald die Auseinandersetzung bei Suentana nach.

Trappenkamp | Trappenkamp  Im Erlebniswald Trappenkamp trotzten am  Wochenende über 200 Kämpfer bei der Schlacht um Suentana dem Wetter und feindlichen Heerscharen.  Sie stellten  die letzte große Schlacht der Sachsenkriege Karls des Großen nach, die 798 nach Christi  auf dem „Schwentinefeld“ bei Bornhöved  tobte.   4000 Sachsen starben einst.

In einem bislang im Norden einzigartigen Spektakel ließen  Kämpfer aus dem Projekt Eisenwald die Schlacht um Suentana bei Bornhöved jetzt wieder aufleben. Hinzu kamen spannende  Einblicke in das mittelalterliche Lagerleben. „Besonders über die einstigen Sachsenfürsten bleibt vieles im Dunkeln“, erklärte Gerald Bunz aus der Organisatorengruppe. Gut ein Jahr haben die Vorbereitungen gedauert. Am Sonnabend war es soweit. 200 Kämpfer sowie weitere 200  Händler und Mittelalterbegeisterte hatten hinter dem Waldhaus im Erlebniswald ihre Zelte aufgeschlagen. Der Geruch von Lagerfeuern, von Suppen aus eisernen Kochtöpfen, Räucherfischen und  regennasser Wolle ließ  schon vor der Schlacht  ein Stück Vergangenheit lebendig werden. Sogar berittene Streiter aus Thüringen, Händler, Handwerker und Kämpfer aus Polen und den Niederlanden waren gekommen.

 Die polnische Szeneband Percival sorgte für musikalische Kurzweil. „Wir sind stolz, so viele Kämpfer und Mitstreiter aus ganz Deutschland und über die Grenzen hinaus dabei zu haben“, meinte Mitorganisator Björn Bunz, der als Sachsenfürst in die Schlacht zog. Aus Luxemburg waren Misch Meurin, Ben Schreiner und Daniel Rosenfeld angereist und präsentierten den Zuschauern eine Waffenschau mit Speer, Schild und Schwert.

Für bleibende Erinnerungen sorgten auch das Wummern der Schwerter und Speere auf den Schilden und die  Schlachtrufe aus den Waldrändern, das Bild herunterprasselnder Pfeilregen auf sorgsam geschlossene Schildwälle und von aufeinanderprallende Kämpfer.

Auch wenn die erhofften 10000 Besucher aufgrund der dunklen Wolken ausblieben: Für einen ersten großen Mittelalterauftakt und die Nachstellung einer historischen Schlacht war es eine gelungene Veranstaltung, meinten Gäste und Akteure. „Das Wetter gehörte  schon 798 nach Christus dazu“, meinte Erlebniswaldleiter Stephan Mense. Immerhin konnten sich allein am Sonnabend gut 1500 Besucher an dem mittelalterlichen Getümmel freuen.

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erstellt am 12.Mai.2014 | 07:30 Uhr

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