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Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 17:00 Uhr

Sanierung : Große Pläne für das Hansa-Haus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wohnungsgesellschaft will das historische Gebäude wieder als Restaurant ausbauen – und sucht noch einen starken Partner

von
erstellt am 06.Feb.2015 | 07:00 Uhr

Neumünster | Neumünster  Ein Jahr nach dem verheerenden Brand im Hansa-Haus am Hansaring kommt jetzt offenbar nicht nur die juristische Aufarbeitung in Gang – auch für das Gebäude selbst gibt es wieder Zukunftspläne. Der Eigentümer will das seit dem Feuer leerstehende Haus  wieder zu neuem Leben erwecken – im Idealfall als Restaurant.

„Am liebsten  wäre uns, das traditionsreiche Haus wieder zum Restaurant mit Saalbetrieb auszubauen“, kündigte Jan Edsen, Geschäftsführer der Wohnungsvermietung West (WVW) jetzt an.  Die WVW  ist Rechtsnachfolger des  2014 aufgelösten  Arbeiterbauvereins, der den markanten Klinkerbau 1928/29 als zentrales Versammlungszentrum für seine Mitglieder und Mieter errichten ließ. „Wir würden gern an diese Tradition anknüpfen, zumal es im  weiteren Umfeld des Quartiers keinen Versammlungsraum  oder Gastronomiebetrieb mehr gibt“, sagte Edsen. Den Bedarf dafür konnte die WVW auch am Telefon messen: Immer wieder habe es in den vergangenen Monaten Nachfragen gegeben, wann denn das Hansa-Haus wieder eröffne, bestätigte Geschäftsführer  Dieter Nehring.

Lange Zeit waren der WVW  allerdings die Hände gebunden. Hatten  zunächst die Ermittler  der Kripo den Brandort beschlagnahmt,  gab es anschließend  monatelangen Streit zwischen den Versicherungen. Nach jahrzehntelanger  Nutzung als Gaststätte und zahlreichen  Ausbauten sei   nicht immer  auf Anhieb klar gewesen, was Inventar und was Gebäude ist, erklärte Nehring. Erst seit Dezember ist das Haus  endgültig geräumt.

 Inzwischen hat es mehrere Ortstermine mit Architekten und Denkmalschützern gegeben, die auch den Innenausbau mit den historischen Böden und Stuckdecken in weiten Teilen für schützenswert halten.

 Die WVW hat einen Architekten beauftragt, in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz  ein Nutzungskonzept zu entwerfen. WVW-Chef Jan Edsen überschlägt den Renovierungs- und Ausbauaufwand mit 500 000 bis 700 000  Euro.  Edsen sucht jetzt einen starken Partner, der sich vorstellen kann, sich gemeinsam mit der WVW  in dem Projekt zu engagieren. Sollte  das klappen, könnte das Hansa-Haus vielleicht schon Ende des Jahres wieder öffnen, sagte Edsen.

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