zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 16:25 Uhr

Große Anfrage zur Professor-Graf-Straße

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

SPD will im Rat die Kostenschätzung der Stadt für den Bau von Parkplätzen hinterfragen

von
erstellt am 29.Jan.2016 | 13:22 Uhr

Der Wunsch der Anlieger aus der Professor-Graf-Straße nach privaten Parkplätzen beschäftigt jetzt auch die Ratsversammlung. Ratsfrau Franka Dannheiser (SPD) kündigte gestern eine Große Anfrage zum Thema für die kommende Ratsversammlung am 16. Februar an.

Dannheiser will im Rat dabei vor allem den von der Stadt veranschlagten Kostenrahmen für den Bau privater Parkplätze hinterfragen. „Wir möchten gerne wissen, was sich hinter den im Stadtteilbeirat genannten Kosten von 20 000 bis 50 000 Euro verbirgt und welche Kosten tatsächlich auf die einzelnen Parteien zukommen“, sagte Dannheiser. Die Summen nur für das Umsetzen einiger Bäume und das Absenken von Bordsteinen „erscheinen doch recht hoch“, sagte die Ratsfrau. Möglicherweise habe es hier bei der Erläuterung im Stadtteilbeirat Missverständnisse gegeben. Dannheiser: „Wir möchten das klären.“

Bei Einfelds Stadtteilvorsteher Sven Radestock lief Franka Dannheiser mit ihrem Vorstoß gestern offene Türen ein. „Wir freuen uns über jeden, der mithelfen möchte, die Verhandlungen voranzubringen“, sagte Radestock. Der Stadtteilvorsteher will sich in den nächsten Tagen mit Tiefbauchef Ralf-Joseph Schnittker zu einem klärenden Gespräch treffen, an dem auch CDU-Ratsfrau Helga Bühse (CDU) teilnehmen wird, die sich in der Beiratssitzung für die Anlieger engagiert hatte.

Hintergrund: Weil die Parkstreifen vor ihren Wohnblocks ständig belegt sind, möchten Anlieger in der Professor-Graf Straße zusätzliche Plätze vor ihren Wohnblocks anlegen lassen. Die Stadt hatte das zunächst rundweg abgelehnt, im Beirat vor zwei Wochen dann aber einen Kompromissvorschlag vorgelegt. Danach will die Stadt die Arbeiten in Angriff nehmen – auf Kosten der Anlieger. Die dafür bezifferten Kosten von 20 000 bis 50 000 Euro pro Reihenhauszug waren in der Sitzung auf blanke Empörung gestoßen. Mehrere der 16 betroffenen Anlieger hatten eigene Kostenvoranschläge eingeholt, nach denen die Bauarbeiten für rund 2000 Euro pro Reihenhaus zu haben sind.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen