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Seltenes Jubiläum : Goldene Meisterfeier bei Thullesen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Vor 50 Jahren machte Volker Thullesen seine Meisterprüfung als Dachdecker. Handwerkskammer hätte sonst den elterlichen Betrieb geschlossen.

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erstellt am 27.Nov.2015 | 17:44 Uhr

Neumünster | Die Überraschung stand Volker Thullesen (73) ins Gesicht geschrieben, denn mit einer Überraschungsparty 50 Jahre nach seiner Dachdecker-Meisterprüfung hatte er nicht gerechnet. Viele alte Weggefährten waren an die Gutenbergstraße gekommen. Auch Dachdecker-Obermeister Andreas Bente und Klaus-Peter Jürgens von Thullesens ehemaligem Lehrbetrieb gehörten zu den Gratulanten.

1958 begann Volker Thullesen seine Ausbildung bei Klaus-Uwe Jürgens. „Als Bundessieger 1961 hätte ich sogar die Meisterprüfung kostenfrei gehabt“, sagte Volker Thullesen. Doch das Schicksal meinte es anders. Im April 1965 starb Thullesens Vater Gotthard, der 1927 die Firma gegründet hatte. „Die Handwerkskammer fackelte damals nicht lange und sagte: ‚Entweder Du machst den Meister oder der Betrieb wird geschlossen‘“, berichtete Volker Thullesens Sohn Lars, der den Betrieb seit 1999 in dritter Generation führt und die Tradition hochhält. Der Betrieb heißt weiterhin Volker Thullesen.

Der bereitete sich 1965 nur in Abendkursen, ohne die Meisterschule zu besuchen, auf die Prüfung vor. „Zu meiner Lehrzeit gab es sieben reine Dachdeckerbetriebe in Neumünster. Da hat noch kein Dachdecker ein Stück Blech angefasst“, sagte Volker Thullesen. Heute gehören gleich mehrere Gewerke zum Profil der Firma. Lars Thullesen ist als Dachdecker, Zimmerer, Maurer und Klempner gleich ein Vierfach-Meister.

Eine wichtige Entscheidung traf noch Gotthard Thullesen mit der Teilung der Firma. Die Söhne Werner, (heute Klempnerei Sönke Thullesen, Rendsburger Straße) und Nils (heute Arne Thullesen, Einfeld) erhielten einen Teil. Volker arbeitete im Betrieb des Vaters und trat dann in dessen Fußstapfen.

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