Wankendorf : Glasfasernetz: Ausbau noch in diesem Jahr

Der Ausbau soll schrittweise erfolgen:  Gerda Johanna Meppelink vom Vorstand der Deutschen Glasfaser (links) und Wankendorfs Bürgermeisterin Silke Roßmann zeigen das Procedere anhand der Wankendorfer Ortskarte.
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Der Ausbau soll schrittweise erfolgen: Gerda Johanna Meppelink vom Vorstand der Deutschen Glasfaser (links) und Wankendorfs Bürgermeisterin Silke Roßmann zeigen das Procedere anhand der Wankendorfer Ortskarte.

Die Bokhorst-Wankendorfer Ortspolitiker und Vertreter der Deutsche Glasfaser legten den Grundstein für ein Glasfasernetz in den Gemeinden Ruhwinkel, Wankendorf und Stolpe.

shz.de von
28. Januar 2015, 07:30 Uhr

Wankendorf | Die Bokhorst-Wankendorfer Ortspolitiker und Vertreter der Deutsche Glasfaser legten den Grundstein für ein Glasfasernetz in den Gemeinden Ruhwinkel, Wankendorf und Stolpe. „Ohne Ruhwinkels Bürgermeisterin Heidemarie Scheel würden wir hier heute wohl kaum sitzen“, sagten Wankendorfs Bürgermeisterin Silke Roßmann und Holger Bajorat aus Stolpe.

Selbst Gerda Johanna Meppelink aus dem Vorstand der Deutsche Glasfaser war überrascht. Dass eine Gemeinde wegen eines Netzausbaus anfragt, sei Tagesgeschäft, meinte die Unternehmenssprecherin. Dass eine Bürgermeisterin anruft und ankündigt: „Wir hätten gerne ein Glasfasernetz. Die Anschlussverträge liegen bereit“ – das erlebe sie so zum ersten Mal.

Vor eineinhalb Jahren hatte Scheel das Projekt angeschoben. „Wir hatten allerdings auch tolle Multiplikatoren“, sagte Scheel bei der Unterzeichnung der Verträge mit dem Netzinvestor. Immerhin geht Ruhwinkel mit einer Anschlussquote von über 65 Prozent ins Rennen. Das sind 304 Haushalte. Bei etwa 950 Einwohnern und 30 Gewerbebetrieben sei das ein tolles Ergebnis. Jetzt sind Stolpe und Wankendorf gefragt, die Anschlussquoten zu erfüllen. Der Ausbau des Netzes soll noch dieses Jahr beginnen.

„Wir werden im ersten Schritt nicht jeden Bauernhof erreichen“, sagte Meppelink. Das Ziel sei aber nach dem Ausbaustart in den Kernbereichen auch die Versorgung in der Fläche. Geplant ist in den drei Gemeinden zunächst eine Investition von rund drei Millionen Euro. „Die geplanten Netze sind sogenannte offene Netze“, erklärte Geschäftsführer Ralf Pütz. Dadurch könnten sich unterschiedliche Provider beteiligen. Auch eine Zusammenarbeit mit der Netz-AG im Kreis Plön sei denkbar. Bislang hätten Gespräche allerdings noch nicht zu Projekten geführt. „Für uns ist das fast ein historischer Moment“, meinte Wankendorfs Bürgermeisterin Silke Roßmann. „Mein Ziel ist nicht, die Gemeinden durch unterschiedliche Attraktivität auseinander zu dividieren, sondern gemeinsam einen Schritt in die Zukunft zu machen“, schloss Ruhwinkels Bürgermeisterin Heidemarie Scheel.


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