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Theater in der Stadthalle : Gitte Haenning will immer noch den Cowboy als Mann

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

420 Zuschauer im Theater in der Stadthalle ließen sich von der Künstlerin begeistern.

Neumünster | Wer das Energiebündel Gitte Haenning auf der Bühne erlebte, glaubte kaum, dass sie Lampenfieber hat. Doch mit diesem klassischen Titel begann ihr Konzert unter dem Motto „All by myself“ am Montagabend im Theater in der Stadthalle vor 420 Fans.

Auf ihrer musikalischen Reise durch verschiedene Genres begleiteten sie vier „Spielkameraden“, die durch exzellentes Spiel an ihren Instrumenten imponierten: Friedemann Matzeit (Piano und Saxofon), Benedikt Reidenbach (Gitarre), Thomas Alkier (Schlagzeug) und Oliver Potratz (Bass).

Im ersten Teil sang und erzählte Gitte über die Liebe und das Leben. Sie gestand, dass die „Liebe eine komplizierte Erfindung“ sei. Mit „Ich spür’ deine Haut“ und „Salz in der Luft“ – eine Hommage an ihre dänischen Wurzeln – konnte sie ihre vielseitige Stimme sowie ihre eindrucksvolle Mimik und Gestik von witzig, ironisch über laut bis melancholisch präsentieren. Dabei zielten ihre Songs, teilweise Neubearbeitungen aus ihrer langjährigen Karriere, immer wieder auf das positive „Leben pur“ – wie etwa bei „Es kann nur aufwärts gehen, Kopf hoch Karoline“. Mit viel Beifall bedacht wurde auch ihr Exkurs zu ihrem sozialen und politischen Engagement, inklusive das ihrer Musiker.

Den meisten Applaus erhielt die eindrucksvolle Sängerin aber für ihre bekannten Hits, eben „Ich hab Lampenfieber“ und „Ich will alles und zwar sofort“. Da kam richtig Stimmung im Theater auf. Nach der Pause waren flotte poppige Titel in englischer Sprache im Programm.

Dabei setzten die Künstlerin und ihre Band gängige Jazz-Standards in Pop um. So beispielweise ein Swing-Medley von Jazz-Größen wie Duke Ellington. Ihre Musiker erhielten genügend Raum, um mit Soli zu glänzen. Szenenapplaus für sie.

Gitte selbst imponierte mit Interpretationen von Nina Simone aus den 60er-Jahren (Black-Panther-Bewegung) und auch von Marlene Dietrich. Doch was wäre ein Gitte-Konzert ohne den „Cowboy als Mann“, mit dem sie bereits 1964 (noch im Schwarz-Weiß-Fernsehen) einen großen Hit landete? Damit begannen ihre Zugaben.

Die Zuschauerin Regina Diestel war extra aus Magdeburg angereist und bekannte sich als absoluter Fan. Sie sagte nach dem Konzert: „Ihre grandiose Stimme und ihre Vielseitigkeit faszinieren immer wieder, sind immer ein tolles Erlebnis.“ Auch die Neumünsteraner bedachten Gitte mit langem, herzlichen Applaus. Doch zum rhythmischen Klatschen musste Gitte ihre Fans am Schluss schon selbst ein bisschen aufmuntern.


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