Mogo in Bokhorst : Gitarre, Flügel und ein Heiligenschein

Die B-Engels mit  Wolfgang „Wolle“ Machholz, Dirk Spreckelsen am Schlagzeug, Jan Bülck und Jens Jensen (von links) sorgten zum letzten Mal in dieser Besetzung für eine ganz besondere Stimmung beim Motorradgottesdienst.
Die B-Engels mit Wolfgang „Wolle“ Machholz, Dirk Spreckelsen am Schlagzeug, Jan Bülck und Jens Jensen (von links) sorgten zum letzten Mal in dieser Besetzung für eine ganz besondere Stimmung beim Motorradgottesdienst.

Der 25. Bokhorster Motorradgottesdienst stand unter einem besonderen Stern. Für die rund 100 Gäste gab es einige Überraschungen.

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14. Juli 2014, 12:45 Uhr

Bokhorst | Viele Schlagworte lassen sich mit dem kleinen Mogo, sprich Motorradgottesdienst, in Bokhorst verbinden: Wilde Kerle auf heißen Öfen, PS und Posaunen, röhrende Motoren und Rock unterm Kirchendach – die Liste ist lang. Sie reicht bis hin zu feierlichen Taufen und andachtsvollen Momenten, die ihren eigenen Platz in den Herzen der Freunde des kleinen Mogos haben.

So auch Fritz Kasehagen (73) aus Harsefeld im Landkreis Stade. Hamburg, Kiel, Köln oder Husum waren feste Termine für den Mogo-Freund. Auch gestern hat sich der Harsefelder gern auf den 120 Kilometer langen Weg in die kleine Kirchengemeinde Bokhorst gemacht, um dabei zu sein. Zum letzten Mal mit Pastor Erich Faehling, wie der Biker erfuhr. Denn auf den Bokhorster Pastor warten neue Aufgaben als Propst.

Was aus dem Bokhorster Mogo wird? Abwarten, meinte Faehling. Es wird sicher etwas geschehen, denn die „Bokhorster Biker Church“ (BBC) bleibe ja auch nach seinem Umzug nach Preetz bestehen. Veränderungen wird es allerdings auch an anderer Stelle geben. „Wolle“, Wolfgang Machholz, Gitarrist, Sänger und Songschreiber aus der Kirchenband B-Engels wird zumindest beim nächsten Mogo in Bokhorst nicht mehr dabei sein. Der Grund seien zu viele Musikprojekte, Bands und eigene Ideen, sagt Machholz, der die Band verlässt und musikalisch neue und andere Pfade beschreiten will.

Ganz weg wird der „raue Kerl mit glatter Oberfläche“ allerdings nicht sein. Er bleibt im Bokhorster Posaunenchor und wird so auch wieder einmal in der Bokhorster Kirche mitspielen. „Auch wenn du ein oller Querkopf bist, es war eine tolle Zeit“, bedankte sich Bokhorsts Pastor Erich Faehling für die gemeinsamen Jahre, zu der mehr als 25 Jahre Musik unterm Kirchendach gehört.

Freundschaft und Verbundenheit, etwas, das die Scheidenden auch über den Mogo, die Gottesdienste und Veranstaltungen unter dem Turm der Heilig-Geist-Kirche hinaus verbindet. Das ist wohl das Besondere an Bokhorst, am kleinen Mogo und den manchmal eben etwas querköpfigen Menschen, die sich um diesen Turm herum versammeln, meinten einige der Gäste. Zu denen gehörten Biker der Polizeimotorradfahrergruppe „Blue Knights“ und der Feuerwehrbiker „Flaming Stars“ ebenso wie Senioren aus der Kirchengemeinde. Wo gibt es das schon, dass zum Abendmahl „Knockin on a Heavens Door“ gespielt wird, meinte einer der Gäste.

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