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Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 13:54 Uhr

Wasbek : Gezielte Hilfe für die Helfer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bischof Gothart Magaard besuchte den Freundeskreis der Flüchtlinge Wasbek und bietet Unterstützung an.

Wasbek | Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr feierte der Freundeskreis Flüchtlinge Wasbek jetzt erneut ein großes Grillfest im Pfarrgarten bei Pastor Andreas Rohwer. Rund 80 Besucher zählte die fröhliche Runde, in der sich neben Asylbewerbern, örtlichen Helfern und Unterstützern aus den Nachbargemeinden auch der Neumünsteraner Propst Stefan Block, der schleswig-holsteinische Bischof Gothart Magaard und die Flüchtlingsbeauftragte des Kirchenkreises Altholstein, Susanne Danhier, wohlfühlten.

Bischof Magaard, der an diesem Tag mehrere Flüchtlingshelfergruppen im Kirchenkreis besuchte, freute sich darüber, dass in Wasbek gemeinsam gefeiert wird. Gelobt wurde von ihm ebenfalls die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Gemeinde vor Ort.

„Diese Visitationsreise lag mir am Herzen, weil ich mich über die Arbeit der Helfer informieren und mit ihnen ins Gespräch kommen möchte. Ich möchte die Menschen kennenlernen und sie in ihrem Engagement unterstützen, weil ich es großartig finde, was alles geleistet wird“, erklärte er. Es beeindrucke ihn sehr, dass die enorme Hilfsbereitschaft landesweit durch alle Gesellschaftsschichten hindurch nicht nachlasse. „Ich hätte das nicht für möglich gehalten“, so Magaard.

Allerdings sei ebenso festzustellen, dass auch die Härten der Hilfe, wie etwa die eigene Überforderung oder der belastende Schmerz eines Abschiedes bei Abschiebung, jetzt spürbar an der Basis angekommen seien. „Deshalb kommt es nun darauf an, die Ehrenamtler so gut wie möglich zu begleiten. In jedem Kirchenkreis gibt es deshalb Flüchtlingsbeauftragte, die den Helfern im persönlichen Gespräch mit Rat und Tat zur Seite stehen“, erklärte er.

Für Neumünster ist dabei seit November Susanne Danhier am Start. „Ich stehe den Helfern für Gespräche zur Verfügung. Aber ich unterstütze sie genauso bei Fragen, die mit Ämtern und Anträgen zu tun haben“, berichtete sie. Außerdem sehe sie es als ihre Aufgabe an, Kontakte zwischen verschiedenen Helfergruppen zu knüpfen.

„Ich trage Erfahrungen zusammen, bündele diese und stelle sie anderen Helfern zur Verfügung. Denn viele Aufgaben und Probleme kehren immer wieder. Außerdem tue es den Helfern gut, zu merken, dass sie mit ihren Aufgaben nicht alleine dastehen“, berichtete sie.

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