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Gewalt gegen Polizisten: Oft ist Alkohol Schuld

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shz.de von
erstellt am 17.Aug.2013 | 07:26 Uhr

Neumünster | Die Polizei hat noch keine abschließende Erklärung für die hohe Zahl von Gewalttaten gegen Beamte im Dienst in Neumünster. "Die Bewertung ist noch nicht abgeschlossen", teilte Polizeisprecher Rainer Wetzel gestern mit. Auffällig sei allerdings, dass in vielen Fällen der Einfluss von Alkohol eine Rolle spiele. Die Polizisten träfen immer öfter im Einsatz auf "eine aggressive Grundstimmung", so Wetzel.

Statistisch gesehen gab es im Vergleich der Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland 2012 die meisten Anzeigen wegen Widerstandes gegen Polizisten (der Courier berichtete) - insgesamt wurden 79 Fälle dokumentiert. "Das ist nicht auf bestimmte Großereignisse in Neumünster zurück zu führen, sondern verteilt sich über das ganze Jahr, wobei die Monate April, Mai und Juni mit insgesamt 31 Fällen einen zeitlichen Schwerpunkt bildeten", sagte der Polizeisprecher.

Eine besondere Klientel, die immer wieder wegen Pöbeleien, Drohungen oder sogar Körperverletzungen gegen Beamte auffällig wird, gibt es in Neumünster nicht. "Das polizeiliche Gegenüber ist in diesen Fällen so vielfältig wie die Situationen, aus denen sich Widerstandshandlungen entwickeln", erklärte Wetzel. Jeder Polizist müsse situationsabhängig selbst bewerten, ob der Tatbestand des Widerstandes erfüllt werde oder nicht.

Die Polizei will derzeit keine Konsequenzen aus den Übergriffen ziehen. "Dafür ist es noch zu früh", sagte Wetzel.

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