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Geteiltes Echo zum Auftritt der zwei Tenöre in Brügge

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Großartig oder gewöhnlich? Gemischte Reaktionen rief das Konzert der beiden Sänger Tony Tchakarov und Plamen Patov hervor, die am Mittwochabend als „Tenöre4you“ in der Sankt Johanniskirche vor etwa 150 Gästen auftraten. Die beiden ausgebildeten Tenöre aus Bulgarien gaben unter ihren Künstlernamen Toni di Napoli und Pietro Pato eine Mischung bekannter Lieder zum Besten – mit zu viel Schnickschnack. Farbwechselnde Beleuchtung mag ja noch angehen und auch Werbeständer lässt man sich gutmütig gefallen. Aber die Projektionen vor dem Altar waren zu viel des Guten. Auch wenn man Audrey Hepburn entzückend findet, muss man zu „Moon River“ nicht Szenen aus „Frühstück bei Tiffany“ sehen oder venezianische Gondeln zum Gesang von „O sole mio“ – noch dazu begleitet von Musik aus der Konserve.

Der Gesang aber war stark. Und für den Laien war interessant festzustellen, wie unterschiedlich eine Stimmlage sein kann. Der kräftige Heldentenor Tchakarovs stand zum Greifen präsent im Raum, harmonisch ergänzt von Patovs weichem, lyrischen Tenor. Da fragten sich viele Zuhörer: Wieso brauchen die ein Mikrofon, noch dazu in einem auf Raumklang ausgelegten Ort wie der Kirche? Hier und da gab es gar Unsicherheiten über die Echtheit des Live-Auftritts. Dennoch gab es auch rundum zufriedene Gäste, so wie etwa Anja Brandt aus Wattenbek : „Das Konzert gefällt mir sehr. Es ist ein Geburtstagsgeschenk meines Mannes. Die Vorstellung war der Abschluss der guten Brügger Tradition, zu Johanni ein Fest zu geben. Das begann am Nachmittag mit einem Entenrennen auf der Eider und ging weiter mit einem „italienischen Abend.“

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