Gesundheitsförderung von Migranten für Migranten

Freuen sich auf das Projekt: Nadima Karimed (von links), Hatice Erdem (Awo), Michael Kopel (EMZ), Ina Schreiner (Awo), Farideh Amini und Hanaa Krause-Kodade.
Freuen sich auf das Projekt: Nadima Karimed (von links), Hatice Erdem (Awo), Michael Kopel (EMZ), Ina Schreiner (Awo), Farideh Amini und Hanaa Krause-Kodade.

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22. Oktober 2018, 12:01 Uhr

Wie kann man eine gesunde Lebensweise von Menschen mit Migrationshintergrund fördern und sie zu präventivem Handeln motivieren? Diese Frage stellte sich der Awo-Landesverband und fand eine Antwort: Die „MiMi-Gesundheitsinitiative Deutschland“ wurde ins Leben gerufen.

Jetzt kamen die neuen Kursteilnehmer zur aktuellen Einführungsveranstaltung in Neumünster. Sie möchten sich als Gesundheitslosten für andere Migranten engagieren. Projektträger ist das Ethno-Medizinisches Zentrum (EMZ). Der Awo-Landesverband ist Kooperationspartner. Michael Kopel vom EMZ klärte die Teilnehmer über Verhaltensregeln auf und startete dann mit Projektinhalten, bei denen sich die Anwesenden auch gegenseitig kennenlernen konnten.

Nasser Rajabi-Fari erzählt: „Ich bin ursprünglich Sprach- und Kulturmittler, nun möchte ich als Gesundheitsloste anderen helfen und freue mich auf die Ausbildung.“ Der Unterricht ist in einen theoretischen und einen praktischen Teil gegliedert und endet mit einer Praxisübung. Der Schulungsumfang beträgt 50 Stunden und umfasst mehrere Wochenendseminare. Auch lernen die Teilnehmenden, selbstständig Informationsveranstaltungen zu planen und realisieren.

Für eine durchgeführte Veranstaltung erhält jeder Gesundheitslotse eine Aufwandsentschädigung. Die ausgebildeten Lotsen erklären ihren Landsleuten das deutsche Gesundheitssystem. Sie informieren über Themen wie Kinder- und Frauengesundheit, Impfschutz, seelische Gesundheit oder gesundes Altern und Pflege.

Hatice Erdem (Awo) ist seit 2007 im Team und sagt: „Für diesen Kursus haben sich 15 Migranten angemeldet. 20 Teilnehmer brauchen wir insgesamt, aber in der nächsten Woche kommen noch drei aus dem Kreis Stormarn dazu.“

> Wer Interesse hat, Gesundheitslotse zu werden, meldet sich bei der Kursleitung Ina Schreiner unter der Telefonnummer: 0170 7096988 oder 01520 1609954. E-Mail: ina.schreiner@awo-sh.de. Die Sprechzeiten sind: Di. und Mi. 10 bis 12 Uhr .

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