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Stadtplanung : Gesucht: Ideen für die Zukunft der Innenstadt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

SPD lädt die Basis zur Planungswerkstatt ein / Ergebnisse werden am 27. März beim Zukunftsdialog vorgestellt / Sperrung des Großfleckens bestimmte die erste Diskussionsrunde

Auf der Suche nach der Zukunft für die Innenstadt setzt die SPD verstärkt auf die Basis und den engagierten Bürger. Im Kontraste am Haart fand am Dienstagabend der erste von drei geplanten „Werkstatt-Treffen“ statt, auf denen Parteigänger aber auch interessierte Bürger ohne Parteibuch ihre Ideen und Anregungen offen diskutieren und zu Papier bringen konnten.

Einen ähnlichen Workshop gab es gestern Abend im Kiek In, zur dritten Zukunftswerkstatt lädt die SPD am, 7. März, 19.30 Uhr, ins Restaurant der Holstenhallen ein. Beim „Zukunftsdialog“ am 27. März, ebenfalls in der Holstenhalle, will die Partei die wichtigsten Ergebnisse ab 18.30 Uhr öffentlich vorstellen und gegebenenfalls Leitlinien für den künftigen Kurs der Partei daraus entwickeln.

Hintergrund der Initiative: Mit dem Bürgerentscheid über den Großflecken am 25. Mai gibt es eine wichtige verkehrspolitische Weichenstellung für die Innenstadt. Zugleich muss sich der Handel in der Innenstadt auf die neue Wettbewerbssituation mit der Holsten-Galerie einstellen. Einhelliger Appell aus der Politik: Der Großflecken muss sich weiterentwickeln, wenn er als Kern des innerstädtischen Lebens und Handels bestehen will. Bei der Frage nach dem Wie will die SPD auch den Bürger, die Menschen der Innenstadt und nicht zuletzt die Geschäftswelt mit einbinden, wie Axel Westphal, stellvertretender SPD-Chef, zum Auftakt der Werkstatt unterstrich. Dabei ist auch Westphal klar, dass bei der Entwicklung dem Handel eine tragende Rolle zukommt. Die Politik könne diesen Prozess aber begleiten, fördern und mit Leitlinien stützten, sagte Westphal. Die SPD diskutiere ergebnisoffen, werde sich aber an der Vorgabe durch den Bürgerentscheid orientieren, kündigte Westphal an.

Bereits in der ersten Werkstattrunde wurde dabei deutlich, wie weit die Meinungen über den richtigen Kurs noch auseinander liegen. Während etwa Ratsfrau Franka Dannheiser klar die Schließung des Großfleckens forderte, hielt Eckhart von Stülpnagel (Galerie Dekorat) dagegen: „Dann geh’ ich pleite.“ Er plädierte stattdessen für einen „entschleunigten Großflecken“, auf dem Tempo 20 auch durchgesetzt werde. Die Durchfahrer von heute seien die Kunden von morgen, sagt der Geschäftsmann.

Eine offene Wunschliste für den Großflecken füllte sich dagegen fix: Neben zusätzlichen Bänken, Außengastronomie und sicheren Querungen über den Platz standen etwa auch „mehr Mut bei der Gestaltung“, eine engere Verknüpfung mit dem Kleinflecken und ein individuelles Kaufangebot mit attraktiven Fachgeschäften ganz oben auf dem Wunschzettel.

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erstellt am 27.Feb.2014 | 07:00 Uhr

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