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Holsteinischer Courier

22. Oktober 2017 | 12:47 Uhr

Gespendete Umarmungen

vom

Aktion des Kinderschutzbundes fand am Tag der gewaltfreien Erziehung statt

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Neumünster | Viele Umarmungen gab es am Dienstagnachmittag auf dem Großflecken: Unter dem Motto "Kinder brauchen Liebe, keine Hiebe" verteilten Till Pfaff, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes, Gesa Röhe als pädagogische Leiterin und vier Mitarbeiterinnen am Eingang zur Lütjenstraße Broschüren über Hilfsangebote, Schutzengel und Elterntelefon. Sie "spendeten" auf Wunsch eine Umarmung. Anlass war der Tag der gewaltfreien Erziehung.

"Kinder brauchen Umarmungen. Das ist das Credo des Kinderschutzbundes - lieber reden, keine Gewalt", sagt Sabine Münchau. Die Boostedterin hat drei Kinder und ein Pflegekind großgezogen. "Immer, wenn sie von der Schule nach Hause kamen, habe ich mir Zeit für sie genommen, ihnen zugehört", erinnert sich die 77-Jährige, die auch schon mal beim Kinderschutzbund gearbeitet hat und von ihrer ehemaligen Kollegin Ellen Hansen herzlich in die Arme geschlossen wird.

Wie viel Nähe ist gut? Wie wenig Nähe? Es könne auch seelisch grausam sein, keine Nähe zu spenden, sagt Till Pfaff. Aber man dürfe auch niemanden zwingen. Umarmung und Nähe seien wichtig für die Kinder, doch man müsse auch Grenzen akzeptieren, betonte er.

Gesa Röhe nahm ein Bild zu Hilfe: "Nähe ist wie Nahrung. Ohne Essen kann man nicht, aber wenn das jemand in Dich hineinstopfen will, geht das auch nicht." Eltern müssten offen sein für die Stimmungen der Kinder, spüren, ob sie auf den Arm wollen oder nicht.

Vater Daniel Wodatscheck (25) aus Faldera fand die Aktion gut. "Erziehung ohne Gewalt geht, man muss sich nur Zeit nehmen fürs Kind", meinte er. Nicht nur fürs Courier-Foto nahm er daher gerne seine Söhne Joko (4) und Anton (2) gemeinsam mit seiner Mutter Bärbel Wodatschek liebevoll in den Arm.

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