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Wernershagener Weg : Gesegnete Räume für 60 Kinder

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Erzbischof Dr. Stefan Heße aus Hamburg weihte gestern die seit Mai im Betrieb befindliche Kita St. Bartholomäus in Faldera offiziell ein.

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2015 | 10:30 Uhr

Neumünster | Mit einem Gottesdienst und einer fröhlichen Feier ist gestern Vormittag die katholische Kita St. Bartholomäus am Wernershagener Weg offiziell eingeweiht worden. Erzbischof Dr. Stefan Heße aus Hamburg fand launige Worte und hatte sichtlich Spaß an der von Pfarrer Peter Wohs geleiteten Zeremonie, an der auch Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger, Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und Jörg Asmussen, Leiter des Fachdienstes Frühkindliche Bildung, teilnahmen. Rund 100 Gäste schauten sich die Räume in der umgebauten Kirche, die bereits seit Mai in Betrieb sind (der Courier berichtete), noch einmal in aller Ruhe an.

Pfarrer Peter Wohs dankte nicht nur der Stadt für die gute Zusammenarbeit, sondern auch den Architekten Karsten Kammer und Jörg Knaak sowie den Mitarbeitern für ihren Einsatz. In einem kleinen Gottesdienst unter freiem Himmel sangen alle die Lieder „Wir sind eingeladen zum Leben“ und „Jesus ist da“. „Es geht nicht darum, immer der Beste, der Schönste oder der Erste zu sein. Jeder Mensch ist wichtig und wird von Gott geliebt. Das soll den Kindern in der Kita mit auf ihren Lebensweg gegeben werden“, sagte Bischof Heße. Als Geschenk überreichte er Kinderbibeln für die 60 Kinder und die neun Mitarbeiter in der Familiengruppe „Affenbande“, der Elementargruppe „Schmetterlinge“ sowie in den Krippengruppen „Fische“ und „Raupen“. „Es ist ein aufregender Tag. Wir haben vier Wochen mit den Kindern das Singen geübt. Toll, dass alles so gut geklappt hat“, sagte Einrichtungsleiterin Christina Just. Anschließend verteilte der Bischof in jedem Raum mit einem Aspergill Weihwasser – „auch auf den Toiletten, das war mir ein Bedürfnis“, scherzte Hochwürden.

Die 1960 nach dem Zuzug vieler Ostvertriebener gebaute Kirche St. Bartholomäus war am 24. August 2013 wie auch die Kirche Heilig Kreuz in Tungendorf entweiht worden. Die Orgel ging nach Halstenbek, Tabernakel und Kreuzwegstationen in ein Krankenhaus in Polen. Der Altar dient als Spieltisch in der Sandkiste der Kita. Zwischen Juli 2014 und April 2015 wurde das Gebäude für 1,35 Millionen Euro umgebaut. Die Optik einer Kirche ist dabei nicht verloren gegangen. Die Deckenfenster sowie die Glasrosette im Altarraum wurden erhalten, auf Höhe der Orgelempore wurde eine Zwischendecke eingezogen. Auch die Apostelkreuze sind noch zu sehen. Der freistehende Glockenturm von 1967/68 bleibt erhalten.

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