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Holsteinischer Courier

17. Oktober 2017 | 09:45 Uhr

Gerät der Verwaltungsanbau ins Stocken?

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Verwaltung des Amtes Boostedt-Rickling platzt aus allen Nähten. Deshalb wurde in den vergangenen Monaten im Amt intensiv über einen Anbau an das Gebäude an der Straße Twiete nachgedacht (der Courier berichtete). Doch nun könnte dieses Vorhaben ins Stocken geraten. Denn die Boostedter CDU-Fraktion hatte für die Sitzung des Bauausschusses am Montagabend den Antrag gestellt, der Gemeindevertretung eine Veränderungssperre für das Planungsgebiet zwischen Twiete und Friedrichwalder Straße, Höhe Amtsverwaltung zu empfehlen. Eine solche Sperre würde den vorläufigen Stopp der Planungen zum dringend benötigten Anbau bedeuten.

„Die Gemeinde soll die Fläche neu überdenken. Die Sperre soll die Gemeinde und das Amt an einen Tisch holen, um möglichst schnell zu einer gemeinsamen, vernünftigen Lösung zu kommen“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Brückner. Sven Plucas sprach sich als Leitender Verwaltungsbeamter strikt gegen dieses Rechtsmittel der Bauleitplanung aus. „Mit einer Veränderungssperre liegen die Planungsbemühungen sowie auch eventuelle Umbauten auf unabsehbare Zeit brach. Außerdem laufen Sie Gefahr, dass die Sperre aus den von Ihnen genannten Gründen rechtswidrig ist“, erklärte er. Letztlich wurde die Entscheidung zu diesem Antrag in die Bauausschusssitzung am 9. Mai vertagt.

Mit der Stimmenmehrheit der CDU beschlossen wurde vom siebenköpfigen Ausschuss allerdings der Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplanes für das Gebiet.

Ebenfalls vertagt wurde die Entscheidung über den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für die Änderung des Bebauungsplanes für das Gebiet Waldkater. Zwar hatte der Ausschuss den Plänen eines Investors, der am Dorfring zwei sogenannte Stadtvillen mit je sechs Wohneinheiten mit einem Pultdach errichten will bereits zugestimmt. (der Courier berichtete). Doch das vorgestellte Erscheinungsbild der Bebauung gefiel den Vertretern der SPD nun doch nicht mehr. „Die Häuser sehen zu mächtig aus. Und der Stil passt überhaupt nicht in die Straße “, hieß es. Vorbehalte gab es auch bei der CDU. Deren Vertreter hatten sich jedoch in der Mehrheit dafür ausgesprochen, den gefassten Beschlüssen zu folgen. Jetzt soll nun ein weiteres Gespräch mit dem Bauherrn geführt werden.

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