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Kinderferiendorf : Generationen tobten sich hier aus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Dagmar Kosbab (67) aus Wittorf entdeckte ein altes Kinderferiendorf-Foto mit ihrem Schwager.

shz.de von
erstellt am 07.Jul.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | Der Aufruf des Holsteinischen Couriers, nach alten Fotos vom Kinderferiendorf und den damaligen Erlebnissen zu forschen, trägt immer mehr Früchte. Beim Wühlen in alten Fotoalben fand Dagmar Kosbab (67) aus Wittorf ein schon etwas zerknittertes Bild, das aber die Zeiten an sich gut überstanden hat.

„Es ist vermutlich 1962 oder 1963 aufgenommen, denn mein Schwager Jürgen Wehlitz, der Bruder meines Mannes Gerd, ist dort zu sehen. Er ist heute 64 und lebt in der Schweiz. Er wohnte mit seiner Familie in der Böcklersiedlung“, erinnert sich Dagmar Kosbab an Erzählungen ihres Mannes und ihres Schwagers. Ihr späterer Schwiegervater Heinz Wehlitz betrieb damals, als die Böcklersiedlung entstand, die Gaststätte am Kantplatz. Ihr Schwager Jürgen Wehlitz, der auf die Hans-Böckler-Schule ging, ist auf dem Foto etwa zehn Jahre alt, schätzt sie.

Dagmar Kosbab wohnte damals in Faldera. Das Kinderferiendorf haben zwei Generationen ihrer Familie erlebt, denn nicht nur ihr Schwager verlebte dort schöne Sommertage, sondern auch ihr Sohn Sebastian. Der heute 36-Jährige war etwa 1988 dort: „Wir wohnten damals zur Miete, hatten keinen Garten. Mein Sohn wurde abgeholte, konnte dort den ganzen Tag herumtoben, die Natur pur genießen“, erinnert sie sich. Inzwischen leben sie und ihr Mann seit 28 Jahren in Wittorf.

Dass die Hütten jetzt dank des Engagement vieler Unterstützer renoviert werden, findet sie eine schöne Sache. „Das Kinderferiendorf sollte unbedingt erhalten bleiben. Es gibt auch heute noch so viele Familien, die sich keinen Urlaub leisten können und deren Kindern so schöne Ferien beschert werden. Außerdem gibt es immer mehr Verkehr und nicht genug Spielplätze, da ist das Dorf mit seiner abgelegenen Lage doch sehr schön. Außerdem werden dort soziale Kontakte und der Gemeinschaftssinn gefördert. Toll, dass sich so viele Spender dafür engagieren.“

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