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Interkulturelle Woche : Gemeinsame Freude als Bindeglied

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Vom 19. bis 26. September wird die Interkulturelle Woche gefeiert. 25 Organisationen haben ein buntes Programm zusammengestellt.

Neumünster | Offenheit füreinander entsteht vor allem dort, wo Freude und Vergnügen miteinander geteilt werden können – darin sind sich die Organisatoren der Interkulturellen Woche einig. Unter dem Motto „Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern“, haben die Veranstalter ein Programm aus Tanz, Musik, Spiel, Ausstellungen und Filmvorführungen auf die Beine gestellt.

„Wir wollen deutlich machen, dass das Interkulturelle zu Neumünster gehört“, sagte der städtische Integrationskoordinator Udo Gerigk. Dem schloss sich Hatice Agac vom Forum der Vielfalt an: „Unser Ziel ist es, auf verschiedene Kulturen aufmerksam zu machen und sie näher zusammenzubringen.“

Beteiligt sind in diesem Jahr 25 Organisationen, darunter die Awo, das Bündnis gegen Rechts, die Caritas, das Bundesamt für Migration und der Dachverband Türkischer Vereine.

Schon vor dem Start der Interkulturellen Woche finden am Donnerstag, 18. September, und Freitag, 19. September, die Aktionstage „Demokratie stärken“ im Kiek In statt (siehe Artikel rechts unten). Die offizielle Auftaktveranstaltung beginnt am Sonnabend, 20. September, um 14 Uhr auf der Klosterinsel in Rencks Park. Neben Vorführungen russischer, türkischer und thailändischer Musik- und Tanzgruppen wird es ein Rahmenprogramm mit einer Kunstaktion, Torwandschießen und einem Turnier des russischen Gesellschaftsspiels Gorodoki geben. Interkulturelle Vereine und Initiativen der Stadt werden sich vorstellen und die Besucher mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen.

Am Montag, 22. September, können sich die Besucher ab 17 Uhr bei einem interreligiösen Stadtrundgang auf die Spuren der verschiedenen Religionsgemeinschaften Neumünsters begeben. Treffpunkt ist der Parkplatz des Restaurants Blechnapf, Gartenstraße 10. Zeitgleich präsentieren Künstlerinnen aus verschiedenen Ländern ihre Werke im Rahmen einer interkulturellen Bilderausstellung im Bildungszentrum Stadtteilschule Vicelinviertel, Kieler Straße 90. Im Anschluss wird ab 18.30 Uhr der Film „Ödland – damit keiner das so mitbemerkt“ gezeigt. Es handelt sich um eine Dokumentation über drei Jungen, die in einem Asylbewerberheim in Deutschland aufgewachsen sind. Nach der Vorführung steht die Regisseurin Anne Kodura für ein Publikumsgespräch zur Verfügung.

Auch die folgenden Tage stehen ganz im Zeichen der Dokumentation. Am Mittwoch, 24. September, und Donnerstag, 25. September, zeigt das KDW am Waschpohl jeweils ab 18 Uhr den Film „Land in Sicht – Willkommen im Asyl“ über drei junge Flüchtlinge, die in einem Asylbewerberheim in Brandenburg stranden.

Der Abschluss der Interkulturellen Woche wird am Freitag, 26. September, ab 13 Uhr mit einem rauschenden Fest gefeiert. Auf dem Gelände des Bildungszentrums / Vicelinschule und der Kita Zwergenland wird ein buntes Programm für die ganze Familie geboten. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung unter anderem von den Gruppen und Künstlern Streetlife, Peter Scholz, Schwerelos und dem Interkulturellen Chor.

Aktionstag zur Stärkung der Demokratie

Neumünster Unter dem Motto „Demokratie stärken“ lädt der Verein für Toleranz und Zivilcourage am Donnerstag, 18. September (ab 10.30 Uhr), und Freitag, 19. September (ab 10 Uhr), ins Kiek In, Gartenstraße 32, ein. An beiden Aktionstagen wird es Podiumsdiskussionen, Mitmachaktionen, Vorträge und Beratungen geben. Thematisiert werden unter anderem Alltagsrassismus, Antisemitismus, Diskriminierung, Zivilcourage, Zeitzeugengespräche und Integrationsbeispiele. Die einzelnen Angebote verstehen sich auch als Kontakt- und Kennenlernbörse.

Großen Raum nimmt die Vorstellung von Themengebieten aus der Arbeit der Regionalen Beratungsteams ein. Ein breites Feld ist in diesem Zusammenhang für das Medium Film reserviert. Gezeigt wird unter anderem der Film „Mut zum Leben“ (Donnerstag, 20 Uhr), der die Botschaft der Überlebenden von Auschwitz transportiert.

Schüler geben Einblick in aktive Projekte, die sie kreiert haben. Konkrete Szenarien wie Probleme mit Neonazis am Arbeitsplatz, Fremdenfeindlichkeit auf dem Fußballfeld oder Frauen in der rechten Szene werden skizziert und analysiert, dazu verschiedene Handlungs- und Lösungsoptionen angesprochen.

 In einer Gesprächsrunde wird der Musiker und Literat Heinz Ratz über seine Erfahrungen bei Besuchen in Flüchtlingsunterkünften berichten (Freitag, 16 Uhr). Zum Abschluss des zweiten Aktionstages wird er ab 19 Uhr ein Konzert mit seiner Band Strom & Wasser geben.

Die Schirmherrschaft für das Projekt  hat Innenminister Andreas Breitner (SPD) übernommen, der die Aktionstage mit Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras (parteilos) eröffnen wird. Der Eintritt ist frei. Das Programm ist im Internet unter www.demokratietage.de erhältlich.

 

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erstellt am 17.Sep.2014 | 12:00 Uhr

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