Polizeibericht : Gemeine Trickdiebe sind unterwegs

dpa_1492e60093829930
Foto:

Offenbar suchten sich die Täterinnen gezielt ältere Menschen aus.

von
02. März 2017, 08:00 Uhr

Neumünster | Mit dreisten Tricks haben sich zwei unbekannte Frauen vorgestern das Vertrauen von zwei Neumünsteranerinnen erschlichen und ihre Opfer dann bestohlen. Offenbar suchten sich die Täterinnen gezielt ältere Menschen aus. Eine Tat ereignete sich in Faldera und eine in der Böcklersiedlung. In beiden Fällen kamen die Trickdiebinnen um die Mittagszeit. Ein Zusammenhang wird nicht ausgeschlossen.

Laut Polizeisprecher Rainer Wetzel klingelte eine ungefähr 60 Jahre alte Frau gegen 11 Uhr bei einer Seniorin (91) an der Lötzener Straße. Weil sie sich als neue Nachbarin vorstellte, wurde sie hereingelassen. Anschließend verwickelte die Diebin die Rentnerin ins Gespräch und schleuste durch ein Ablenkungsmanöver offenbar eine Komplizin unbemerkt in die Wohnung. Nach zehn Minuten verließ die falsche Nachbarin die Wohnung.

Anderthalb Stunden später bekam eine Rentnerin (71) am Wernershagener Weg einen ähnlichen ungebetenen Besuch. Gegen 12.30 Uhr bat eine zirka 30 Jahre alte Frau um einen Zettel, damit sie eine Nachricht für eine Nachbarin hinterlassen könne (Zetteltrick). Auch hier wurde die Seniorin abgelenkt und ein Mittäter in die Wohnung geschmuggelt, der die Bewohnerin bestahl. Die Diebinnen verschwanden mit Schmuck und Bargeld. Als die Opfer den Verlust entdeckten, riefen sie die Polizei.

Die ältere, etwas 60 Jahre alte Täterin, die in der Böcklersiedlung in Erscheinung trat, ist zirka 1,60 Meter groß und laut Polizei vom Aussehen her (Gesicht) eher afrikanischer Herkunft. Sie hat einen hellbraunen Teint, dunkle kurze Haare und spricht fließend Deutsch. Die rund 30 Jahre alte Frau, die in Faldera das Gespräch führte, ist auch etwa 1,60 Meter groß, dick und hat ein pummeliges Gesicht. Sie trug einen dunklen knielangen Mantel und sprach vermutlich mit osteuropäischem Akzent. Die Polizei geht davon aus, dass die beiden Frauen zusammengearbeitet haben. Möglicherweise haben sie noch bei weiteren Leuten geklingelt und werden den Trick noch mal versuchen. Weitere Betroffene werden gebeten, sich unter Tel. 9450 zu melden. Die Ermittler warnen davor, Fremde in die Wohnung zu lassen und bitten im Zweifel darum, Tel. 110 anzurufen.

zur Startseite

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert