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Grossharrie : Gemeindevertretung findet keine Kandidaten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Suche nach einem Bürgermeister geht weiter.

Grossharrie | Seit Monatsbeginn ist der Rücktritt von Jochen Steinau als Großharries Bürgermeister offiziell. Jetzt tickt die Uhr bei der Suche nach einem Nachfolger. Zweimal haben sich Großharries Ortspolitiker bereits getroffen und versucht, einen Nachfolger für das Amt zu gewinnen. Bis jetzt heißt es „nein danke“, wenn mögliche Kandidaten auf das Amt des Bürgermeisters angesprochen werden.

Weder in den eigenen Reihen der Gemeindevertreter, noch aus den Listen der beiden Wählergemeinschaften, ist bislang ein Bewerber bereit, das Amt zu übernehmen. „Ich kann das schon ein Stück weit nachvollziehen“, meinte Großharries stellvertretender Bürgermeister Holger Nohrden. Für viele Kandidaten wäre das Amt nur schwer mit dem eigenen Hof oder Betrieb zu vereinbaren. Dass sich bisher aus den Reihen der Ortsvertreter kein Kandidat findet, dürfe deren Leistung nicht schmälern. Immerhin hätten sich Großharries Politiker bereits einem Ehrenamt verschrieben. Für das Bürgermeisteramt könnte durchaus auch ein Außenstehender infrage kommen, der bislang nicht kommunalpolitisch tätig war. Im Fall einer solchen Bewerbung müsste die Gemeindevertretung zurücktreten und damit Neuwahlen auslösen. „Selbst das wäre vorstellbar“, meinte Nohrden. Dass es für Großharrie einen amtlich bestellten Beauftragten oder gar eine Fusion geben könnte, wenn sich kein Kandidat findet, das möchte er sich nicht ausmalen.

„Ich finde das schade, dass sich kein Mensch für dieses Amt findet“, meinte Altbürgermeister Detlef Sötje. „Da ringt die halbe Welt genau um dieses Recht auf Demokratie und wir bekommen das nicht mehr mit Leben gefüllt“, bedauerte er.


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