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Timmaspe : Gemeindevertreterin Nora Diederichs wirft hin

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Es gibt schwere Vorwürfe gegen Timmaspes Bürgermeisterin Meike Derner (KWG) wegen Einstellung eines neuen Gemeindearbeiters.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2014 | 05:00 Uhr

Timmaspe | Eklat auf der Sitzung der Gemeindevertretung am Montag im Asper Krug: Mit den Worten „Ich bin nicht bereit, so ein Geschmäckle mitzutragen“ legte die Sozialdemokratin Nora Diederichs mit sofortiger Wirkung ihr Mandat nieder, stand auf und verließ 40 Minuten nach Sitzungsbeginn den Raum. Sie gehörte der Gemeindevertretung seit 20 Jahren an. Den rund 20 Zuhörern und Ortspolitikern um Bürgermeisterin Meike Derner (KWG) verschlug es kurzfristig die Sprache.

Das Drama begann mit dem Bericht der Bürgermeisterin, als sie den Anwesenden mitteilte, dass er Timmasper Bernd Sell jetzt neuer Gemeindearbeiter ist. Sell ist auch bürgerliches Mitglied für die KWG im Bauausschuss. Die Bürgermeisterin (KWG) hatte das Arbeitsverhältnis des vorherigen Gemeindearbeiters Jörg Plaster im ersten Halbjahr fristlos aufgekündigt. Es wird gemunkelt, dass sich Bürgermeisterin und Gemeindearbeiter nicht verstanden haben.

Der ehemalige SPD-Gemeindevertreter und Onkel des gekündigten Gemeindearbeiters, Konrad Plaster, saß im Publikum. Er erklärte, dass die gerichtliche Auseinandersetzung mit Jörg Plaster die Gemeinde rund 10 000 Euro gekostet habe, weil die Richter die fristlose Kündigung nicht akzeptierten. Es kam zu einem Vergleich. Die Bürgermeisterin widersprach nicht.

Und Konrad Plaster legte noch einen drauf. Auf seine Nachfrage hin gab die Bürgermeisterin zu, dass es die Firma ihres Sohnes ist, die für die Sanierungsarbeiten am Kita-Gebäude als kostengünstige Anbieterin den Zuschlag für eine 50 000-Euro-Auftrag bekommen hat. Daraufhin fluchte Plaster und verließ den Raum. Meike Derner betonte, am Vergabeverfahren nicht beteiligt gewesen zu sein.

Anschließend erhob Nora Diederichs den Vorwurf, dass die neue Stellenbesetzung des Gemeindearbeiters nicht so gelaufen sei, wie sie hätte laufen müssen. Denn Bernd Sell hätte ihrem Verständnis nach nicht an einem Vorgespräch zur Stellenausschreibung teilnehmen dürfen, auch wenn behauptet wird, dass er zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht wusste, ob er sich auf den Posten bewerben soll oder nicht.

Für Nora Diederichs ist das ein Skandal, zumal mit dem Stellenzuschlag auch noch die vereinbarten Arbeitsbedingungen verändert worden sein sollen. Denn der neue Stelleninhaber muss nicht mehr wie sein Vorgänger die Duschen der Turnhalle reinigen, darf aber den „Nebenjob“ als Wegemeister der Kommune behalten. Bürgermeisterin Derner hielt dagegen, dass alles korrekt gelaufen sei und hielt fest, dass der Findungsgruppe zur Stellenausschreibung Vertreter aller Fraktion angehörten. „Persönlich kann ich den Schritt von Nora Diederichs einfach nicht nachvollziehen“, sagte die Bürgermeisterin zum überraschenden Rücktritt.

Die SPD- und ATW-Gemeindevertreter waren sprachlos und äußerten sich nicht weiter zu den Vorfällen.

Auf der SPD-Nachrückerliste steht nach Aussage von Nora Diederichs der Timmasper Dr. Jens Doose.






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