Tasdorf : Gemeindevertreter hatten ihre letzte Sitzung im Gasthof Tasdorf

15 Jahre haben sich Hansi Leibetseder (68) und Barbara Imbeck (72) liebevoll  um ihre Gäste gekümmert. Dafür dankte  ihnen die Gemeindevertretung.
15 Jahre haben sich Hansi Leibetseder (68) und Barbara Imbeck (72) liebevoll um ihre Gäste gekümmert. Dafür dankte ihnen die Gemeindevertretung.

Am 15. Juni geht das Gastwirtspaar in den Ruhestand. Ein Nachfolger hatte sich für das Landhaus nicht gefunden.

shz.de von
12. Juni 2014, 06:45 Uhr

Tasdorf | Nach 15 Jahren war es die letzte Gemeindevertretersitzung im Landhaus Tasdorf. Bei drückend schwüler Luft machte sich ein wenig Abschiedsstimmung breit, und somit war es ein Glück, dass es nur eine kurze Tagesordnung gab: Die vom Finanzausschuss vorbereitete Jahresrechnung 2013 und auch die Abwassergebühren wurden mit einem jeweils positiven Abschluss verabschiedet. Außerdem steht der Termin für das Vogelschießen. Es findet am Sonnabend, 28. Juni, ab 15 Uhr statt. Treffen ist im Wendehammer im Kiefernweg.

Nach dem offiziellen Part durften sich die Tasdorfer Gemeindevertreter und Gäste noch einmal der gewohnten gemütlichen Gastkultur mit original österreichischer Gastfreundschaft von Hansi Leibetseder (68) und Barbara Imbeck (72) zuwenden.

„Wir möchten an dieser Stelle unseren Gastwirten Barbara und Hansi für 15 Jahre gute Bewirtung und die herzliche Gastlichkeit im Landhaus Tasdorf Danke sagen“, erklärte Tasdorfs Bürgermeister Hans Heinrich Sievers. Ganz besonders gelte das auch für gefühlte 10 000 Portionen Grünkohl aus Barbaras Küche, die österreichischen Spezialitäten, die Skatabende, die Feuerwehrbälle, Kneipenabende und vieles mehr. „Wir werden das alles vermissen“, sagte Sievers. Und Barbara Imbeck erinnerte noch einmal an die legendären Cocktailabende mit Christoph Manke.

Am 15. Juni geht das Gastwirtspaar in den Ruhestand. Ein Nachfolger hatte sich für das Landhaus nicht gefunden. Auch die beiden werden die gewohnten Tage, die Gäste, den kleinen Plausch zwischendurch und das Miteinander vermissen. „Wir bleiben ja in Tasdorf“, meinte Hansi Leibetseder. Trotzdem falle der Abschied schon ein wenig schwer.

Dafür will das Paar aber nach sechs Jahren wieder einmal die alte österreichische Heimat von Hansi Leibetseder besuchen. Seine Jugend hatte der Bäcker und Konditor in Innsbruck verbracht. In Trappenkamp hat der lebensfrohe Tasdorfer Wirt vor 25 Jahren seine Frau kennengelernt. „Es waren ihre braunen Augen. Da konnte ich nicht widerstehen“, erinnerte sich der 68-Jährige schmunzelnd.



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