Arpsdorf : Gemeinderat stimmt für den Solarpark

Die Gemeindevertreter Wilfried Hinkelmann (von rechts), Peter Thomsen, André Heeschen, Jens Krügel, Anja Bardenhagen, Gunda Beckmann und Bernd Schümann gaben mehrheitlich grünes Licht für das Projekt Solarpark.
Die Gemeindevertreter Wilfried Hinkelmann (von rechts), Peter Thomsen, André Heeschen, Jens Krügel, Anja Bardenhagen, Gunda Beckmann und Bernd Schümann gaben mit sieben Ja- und einer Gegenstimme grünes Licht für das Projekt Solarpark.

Ende 2019 soll der Park in Betrieb genommen werden.

shz.de von
25. Januar 2018, 12:00 Uhr

Arpsdorf | Jetzt ist es beschlossene Sache. Die Gemeindevertreter stimmten dem Antrag auf Errichtung eines großen Solarparks in Arpsdorf mit sieben Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme zu.

Bürgermeister Peter Thomsen kann jetzt in die Vertragsgespräche gehen. Die Gemeindevertretung ermächtigte den Bürgermeister somit, den städtebaulichen Vertrag in Absprache mit den Gemeindevertretern auszuhandeln und abzuschließen. Dabei sind einige Punkte zu berücksichtigen, die sich auf der Einwohnerversammlung herauskristallisiert haben und in den Schreiben von Landwirten und Jägern an den Bürgermeister untermauert wurden. Jakobskreuzkraut, Wechselwege des Wildes und die Befriedung der Flächen sind die wesentlichen Punkte, die es zu vereinbaren gilt.

Die Landwirte fürchten die Verbreitung des giftigen Jakobskreuzkrautes und anderer unliebsamer Wildkräuter bei nicht ausreichender Pflege der Grünflächen. Für die Jäger ist wichtig, einen Wechselkorridor für das Wild zu schaffen, da dessen natürliche Wege durch das eingezäunte Gelände abgeschnitten werden. Ansonsten wären auch die Bemühungen der Jägerschaft um eine Erhöhung des Rotwildbestandes ernsthaft gefährdet. Zudem muss geklärt sein, dass es sich bei dem Solarpark um ein befriedetes Gebiet handelt. Das würde bedeuten, dass die Jäger für Wildschäden auf diesem Areal nicht haftbar zu machen sind.

Der Solarpark kann nur durch die Aufstellung eines Bebauungsplanes verwirklicht werden. Da Arpsdorf noch keine Planungsgrundlage hat, muss neben dem Bebauungs- zeitgleich auch ein Flächennutzungsplan aufgestellt werden, der die ganze Gemeinde umfasst. Die Gemeindevertreter stimmten diesem zu. Der Gemeinde entstehen durch den Bebauungsplan keine Kosten. Der Investor hat sich bereit erklärt, die Ausgaben für Vermessung, Planerstellung, Erschließung und mögliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zu tragen.

Außerdem hat die Gemeinde die Möglichkeit, das Projekt zu stoppen, wenn zum Beispiel Vertragspunkte nicht berücksichtigt oder angemessen umgesetzt werden. Der Solarpark ist auf den landwirtschaftlichen Flächen südlich von Arpsdorf an der Bahnstrecke Brokstedt – Neumünster, westlich der Bahnhofstraße, nördlich Willenbrook und östlich Windpark geplant. Auf einer Fläche von rund 13 Hektar sollen hier etwa 9,5 Megawattstunden Strom pro Jahr produziert werden. Mit dieser Leistung könnten rund 2500 Haushalte versorgt werden. Die Laufzeit beträgt mindestens 20 Jahre, solange wird das Projekt über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert. Die Inbetriebnahme ist für Herbst oder Winter des kommenden Jahres geplant.

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