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Holsteinischer Courier

22. Oktober 2017 | 05:45 Uhr

Gemeinde Rickling trotzt der NPD

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die in der Gemeindevertretung beschlossene Ausgabe von Freibad-Saisonkarten an die Asylbewerber in Rickling (der Courier berichtete) rief jetzt die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) auf den Plan: Mit einer mehrköpfigen Gruppe versuchten die Rechten Sonnabend an der Ecke Grüner Weg/ Am Sportplatz Stimmung gegen die Willkommenskultur der Ricklinger zu machen.

Letztlich blieb diese Kundgebung ohne Resonanz. Dennoch wollen die Gemeindevertreter sich jetzt professionellen Rat im Umgang mit solchen öffentlichen Auftritten der NPD in ihrer Gemeinde holen.

Im Vorfeld dieser Kundgebung hatte die NPD sich zudem bereits vor einigen Tagen per Mail an Bürgermeister Christian Thomann (ABR) gewandt, um ihren Unmut über die Freundlichkeit gegenüber den Flüchtlingen auszudrücken. „Wir haben das bisher ignoriert, da wir fremdenfeindlichen Meinungsäußerungen keine Plattform geben wollen. Doch nun werden wir hier aktiv werden und uns über die Arbeiterwohlfahrt mit dem Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus in Schleswig-Holstein in Verbindung setzen“, erklärte Bürgermeister Thomann auf Anfrage.

Für den Bürgermeister steht außerdem fest, dass der einstimmige Beschluss zu den Integrationshilfen für die Asylbewerber Bestand haben wird. „Es gibt für mich keinen Grund, das infrage zu stellen“, sagte er.

Laut Thomann war der Besuch der NPD am Sonnabend der erste seiner Art in Rickling. Bestätigt wurde das auch vom Kreis Segeberg. „In Rickling hat die NPD mit den Eintrittskarten jetzt ein Thema. Zurzeit sind keine weiteren Anträge gestellt. Doch auszuschließen ist das für die Zukunft natürlich nicht“, hieß es dazu aus dem zuständigen Fachbereich.

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