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Bönebüttel : Gemeinde plant Hauskauf für Flüchtlinge

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Gemeinde hat sich für den Erwerb eines Gebäudes an der Plöner Chaussee entschieden und rechnet mit Zuschüssen vom Land.

shz.de von
erstellt am 27.Jan.2016 | 08:00 Uhr

Bönebüttel | Noch gibt es in Bönebüttel Raum für fünf Flüchtlinge, die kurzfristig untergebracht werden müssen. Allerdings ist die Wohnsituation trotzdem angespannt. Die privaten Mietangebote sind zurzeit ausgeschöpft, hieß es vorgestern Abend während der Gemeindevertretersitzung. Die wenigen Restplätze dürften kaum für dieses Jahr reichen. Deswegen haben sich Bönebüttels Ortspolitiker für den Kauf eines Hauses an der Plöner Chaussee ausgesprochen, das Raum für etwa sechs bis acht weitere Asylsuchende bieten könnte.

„Noch bekommt die Gemeinde hierfür einen Zuschuss vom Land, da sie rechtzeitig entsprechende Anträge gestellt hat“, erklärte Bönebüttels Bürgermeister Udo Runow. Zum Kaufpreis wollte der Bürgermeister vor Abschluss der Verhandlungen nichts sagen.

Die Gemeinde habe mit der Unterbringung von Familien bislang Glück gehabt, sagt Runow. Die Familien haben sich durchweg gut eingelebt. Dafür dankte Runow besonders den freiwilligen Helfern und Paten, die viel dazu beitragen, dass die Neuankömmlinge sich zurechtfinden und gesellschaftlichen Anschluss bekommen. „Wenn man sich um die Menschen kümmert, ist auch Integration möglich“, meinte Runow. Allerdings hätten ländliche Gemeinden hier auch ihre Vorteile, da es wenige Menschen betreffe. Bönebüttel profitiere hier auch von der Stadtnähe zu Neumünster, meinte der Bürgermeister weiter.

Außerdem bestätigten und begrüßten Bönebüttels Gemeindevertreter die Wahl von Sebastian Kirchner als zweiten stellvertretenden Gemeindewehrführer. Der 32-jährige Familienvater hatte sich besonders wegen des mit viel Arbeit verbundenen anstehenden Baus des neuen Feuerwehrhauses bereit erklärt, Gemeindewehrführer Dirk Kock-Rohwer und seinen Stellvertreter René Wagner aktiv zu unterstützen.

Weniger erfreulich war in diesen Tagen der Unmut einiger Bürger über ein totes Reh am Tasdorfer Weg. Trotz rechtzeitiger Meldung durch Bönebüttels Bürgermeister lag das Reh weit über eine Woche tot am Straßenrand und wurde vom beauftragten Unternehmen nicht abgeholt. Erst nach intensiver Nachfrage erfolgte am Montag die Abfuhr.

„Für sogenanntes Fallwild ist an Gemeindestraßen die Gemeinde für die Beseitigung zuständig und muss das durch ein Privatunternehmen erledigen lassen“, erklärte der Bürgermeister. Jetzt hofft Runow, dass eine entsprechende Abfuhr im Sommer, wenn sich Gerüche leichter verbreiten, besser klappt.  




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