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Holsteinischer Courier

22. August 2017 | 22:51 Uhr

Krogaspe : Gemeinde plant ein Industriegebiet

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

An der Grenze zur Stadt Neumünster könnte ein interkommunales Industriegebiet von etwa 40 Hektar Größe entstehen.

Krogaspe | Die Ausweisung eines Gewerbegebietes war zentrales Thema auf der Krogasper Einwohnerversammlung am Montag im Sporthus. Das Gebiet soll etwa 40 Hektar groß sein und Heimat für mittelständische Betriebe werden. Es liegt zwischen der Autobahn  7 und der Landesstraße 328 an der Nahtstelle zur Stadt Neumünster beidseitig der Kreisstraße 11.

Bürgermeister Nils Höfer (ADW) betonte, dass mit der aktuellen Erschließung des Industrie- und Gewerbegebietes Neumünster Nord an der Autobahn sich für Krogaspe die große und einmalige Chance biete, ein interkommunales Gewerbegebiets zu erschließen. Neumünster und Krogaspe würden dann bei der Planung, Realisierung und Vermarktung zusammenarbeiten und einen Kooperationsvertrag schließen.

Arbeitsplätze, die Krogaspe für junge Familien interessant macht, und Einkommensteuer- und Gewerbesteueranteile zur Stärkung der Finanzkraft sind Aspekte, die das Gewerbegebiet für Krogaspe attraktiv machen, insbesondere um der Überalterung entgegen zu wirken. „Von rund 440 Einwohnern sind 350 wahlberechtigt. Das sagt eigentlich schon alles aus“, meinte Nils Höfer. Ein grundsätzliches Interesse, so der Gemeindechef weiter, hatten die Krogasper schon im Juni 2012 der Stadt bekundet. „Da wir als kleine Gemeinde ein solches Projekt nicht alleine stemmen können, benötigen wir einen starken und verlässlichen Partner. Hier bietet sich die Stadt Neumünster an, die – wie auch der Kreis Rendsburg-Eckernförde – ein Interesse an einer weiteren Entwicklung unserer Region hat. Erste formlose Gespräche mit dem Oberbürgermeister der Stadt Neumünster, Dr. Olaf Tauras, haben das bestätigt“, teilte Höfer den 51 Zuhörern der Einwohnerversammlung mit.

„Der Standort ist nicht nur für Logistikbetriebe hoch interessant. Sie sollten sich die Chance nicht entgehen lassen“, riet Pascal Ledune, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung des Kreises Rendsburg-Eckernförde. Dieter Staschewski, Amtsdirektor des Amtes Nortorf-Land, schloss sich dieser Meinung an und unterstrich zum Thema, dass ihm seitens der Stadt Neumünster eine kooperative Zusammenarbeit in Aussicht gestellt wurde und einem Okay der Landesplaner nichts im Wege stehe. Ob Pro oder Contra: Alle Zuhörer sprachen Bürgermeister Nils Höfer ein Dankeschön dafür aus, so frühzeitig mit ins Boot genommen worden zu sein. Denn noch steht nur die Grundsatzentscheidung, am Thema festhalten zu wollen. Sollte ein positiver Beschluss der Gemeindevertretung folgen, würden nach Aussage von Amtsdirektor Dieter Staschewski noch mindestens fünf Jahre ins Land gehen, bis Pläne umgesetzt werden könnten. Noch steht noch nicht einmal fest, ob die fünf Grundstücksbesitzer ihr Land verkaufen wollen.

Das Meinungsbild im Dorf ist zwar gespalten, doch es wurde während der Versammlung moderat und sachlich über rund eine Stunde diskutiert.
Sehen die Befürworter das Gewerbegebiet als Gewinn, ist es für die Gegner der erste Schritt zur Eingemeindung. Beide Seiten legten jedoch großen Wert auf den Bau eines Radweges entlang der Kreisstraße 11, wenn es denn zur Ausweisung eines interkommunalen Gewerbegebietes in Krogaspe kommen sollte.




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erstellt am 28.Mai.2014 | 08:45 Uhr

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