Padenstedt : Gemeinde muss den Gürtel enger schnallen

Die Padenstedter haben kein Polster für Investitionen.
Die Padenstedter haben kein Polster für Investitionen.

Nur 10 000 Euro stehen für Investitionen im Haushalt.

shz.de von
28. Juni 2014, 08:00 Uhr

Padenstedt | Die Gemeinde Padenstedt kann zurzeit über nur 10 000 Euro verfügen. Die Ortspolitiker um Bürgermeister Carsten Bein müssen den Gürtel enger schnallen.

Das spürt auch die Feuerwehr um Gemeindewehrführer Dennis Baumgart. Eine neue Tragkraftspritze für rund 12 000 Euro anzuschaffen liegt nicht drin. Die Tragkraftspritze hatte nach 21 Jahren ihren Dienst versagt. Trotz einer möglichen Bezuschussung von 30 Prozent durch den Kreisfeuerwehrverband wollen sich die Gemeindevertreter erst einmal nach alternativen Lösungen wie zum Beispiel Reparatur oder Ankauf einer gebrauchten Spritze umschauen.

Gänzlich von der Tagesordnung gestrichen wurde die Beschlussvorlage, für die Sanierung von unbefestigten Wegen im Bereich Padenstedt Kamp rund 8700 Euro in den Etat einzustellen. Bürgermeister Bein wurde ermächtigt weitere Angebote einzuholen und dem günstigsten Bieter den Auftrag zu erteilen.

Eine klare Absage erteilten die Gemeindevertreter einer Betreibergruppe, den bestehenden Windpark mit drei Anlagen um drei weitere Windräder zu erweitern. 30 Zuhörer verfolgten diese Entscheidung.

Einvernehmlich stimmten die Gemeindevertreter dem Antrag von Wolfgang Kreikenbohm zu, die Zufahrt zu seinem Haflingergestüt und Ferienhof durch bauliche Einrichtungen auf eigene Kosten verkehrssicherer zu gestalten. So genannte Kölner Teller, die versetzt auf der Fahrbahn befestigt werden, sollen installiert werden. Sie sind rund, metallen sowie buckelig und haben sich als Bremswellen schon bewährt.

Was die Nutzung des ehemaligen Bürgerbüros im Gemeindezentrum nach dem Umzug der Verwaltungsmitarbeiter in die Kita angeht, wurde der Beschluss gefasst, den Raum einer angrenzenden Mietwohnung zuzuschlagen. Die Mitglieder des Sozialausschusses hatten den Vorschlag gemacht, im Zimmer eine Bücherbörse einzurichten. Dem folgten die Gemeindevertreter nicht, weil durch die Vermietung höhere Einnahmen erzielt werden.

Um eine Teilrückerstattung der Kosten für den Betrieb der Pumpstation in der Störstraße an die Nachbargemeinde Ehndorf kommen die Padenstedter nicht herum. Über diese Station entsorgen die Ehndorfer ihr Abwasser ins Klärwerk nach Neumünster. Weil aber zweifelsfrei erhöhte Reparaturkosten an den Pumpen durch Padenstedter entstehen, die trotz aller Appelle auch reißfeste Materialien per Toilettenspülung entsorgen, wollen die Ehndorfer die dadurch entstandenen Kosten gern teilen. Sie erhalten aus Padenstedt für das vorige Jahr eine Rückerstattung von etwa 6290 Euro.











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