Bornhöved : Gemeinde investiert weiter in Straßenausbau

Das letzte Stück der Morthorststraße wird voraussichtlich erst im März 2014 für den Verkehr wieder freigegeben.
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Holstenkamp, Wendenstraße und Achtern Diek sind 2015 dran.

shz.de von
25. Juni 2014, 12:00 Uhr

Bornhöved | Bornhöveds Ortspolitiker wollen ihren Ort attraktiver gestalten. Dazu gehört auch das Erscheinungsbild der Gemeindestraßen und -wege. Gleich mehrere Projekte wurden jetzt beschlossen. Dabei spielen der Zustand der Straßen und die Finanzen der Gemeinde die entscheidende Rolle. „Der Erhalt der Straßen ist auch ein nicht unerhebliches Stück Kapital der Gemeinde“, meinte Stefan Dockwarder (CDU), der auf der Gemeindevertretersitzung für Bornhöveds erkrankten Bürgermeister Dietrich Schwarz eingesprungen war.

Gut 425 000 Euro fallen aktuell allein für die Sanierung der Regenwasser- und Abwasserkanäle an. Hinter den Arbeiten steht die gesetzliche Verpflichtung der Gemeinde, diese nach der sogenannten Selbstüberwachungsverordnung (SüVO) in einem guten Zustand zu halten. Schwerere Schäden müssen hiernach sehr kurzfristig beseitigt werden. Auch die Filmung und ein Kataster gehören zur SüVO. „Immerhin konnten auf den Filmen aus den ersten Teilgebieten Schäden durch Dritte dokumentiert werden“, sagte Dockwarder. Durchschüsse von Gas-, Strom- oder Telefonleitungen sind auf den Aufnahmen gut erkennbar. Dadurch werde es einige Beteiligungen an den Reparaturkosten geben, kündigte Dockwarder an. Außerdem sollen dieses Jahr 200 000 Euro für Straßenreparaturen ohne Anwohnerbeteiligung ausgegeben werden. Auch Bornhöveds Bürger müssen sich allerdings auf Kosten einstellen. Nach dem erfolgten Ausbau der Bahnhofstraße sollen 2015 die Straßen Holstenkamp, Wendenstraße und Achtern-Diek-Ost erneuert werden. „Wir werden dazu die Anwohnerbeteiligungen so früh wie möglich offen legen“, kündigte Dockwarder an.

Besonderes Augenmerk soll künftig auf die Koordination geplanter Straßenbauarbeiten durch das Amt gelegt werden. „Erst der Untergrund, dann die Straßendecken und Bürgersteige“, so der Beschluss aus Bornhöved. „Wir wollen kein Stück- und Flickwerk in gerade erneuerten Straßen mehr“, lautete die Begründung aus der Gemeindevertretung. Auch für die in Bornhöved geplante Klärschlammvererdungsanlage soll es ein Angebot für eine Anlage aus einer Hand geben.

Die Entscheidung über den aktuellen Zuschussantrag für 2014 haben Bornhöveds Vertreter auf ihre Septembersitzung vertagt. Grund hierfür war die fehlende Jahresrechnung 2013. Die letzten Zahlen stammen aus 2012. „Eine aktuelle Abrechnung hat nichts mit
Misstrauen zu tun, ist aber letztlich als Grundlage für eine Zuschusserteilung nötig“, meinte Dockwarder, nachdem ein Vertreter der Volkshochschule
während der Sitzung der Bornhöveder Gemeindevertreter seinen Unmut über die Vertagung geäußert hatte.

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