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Zirkus Probst : Gelungene Premiere, keine Proteste

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Knapp 600 Besucher erlebten ein abwechslungsreiches Programm. Zirkusfreunde protestierten für den Verbleib von Wildtieren in der Manege

von
erstellt am 29.Aug.2014 | 06:15 Uhr

Unter Beobachtung der Polizei, aber ohne Zwischenfälle verlief gestern Nachmittag die Premiere von Zirkus Probst auf dem Jugendspielplatz. Knapp 600 Besucher sahen in dem 1300 Personen fassenden Zelt eine über zweieinhalbstündige Show aus anspruchsvoller Akrobatik, exotischen Tieren und Clownereien. Der Zirkus, der mit seinen 75 Mitarbeitern nach eigenen Angaben zu den fünf größten in Deutschland gehört, erfüllte die Erwartungen des Publikums.

Besonders viel Applaus erhielt Daikel Castillo Hernandez für seine beeindruckende Tempo-Jonglage mit Keulen, Ringen und Tischtennis-Bällen. Doch auch die anderen Akteure überzeugten. Beeindruckend schwang die französische Artistin Adèle (19) in den Lederseilen, am Schwungseil präsentierte Utnier Aquino fantastische Einlagen, und der Kubaner Antonio Erblay Fernandez Rosales erntete bewunderndes Raunen für seinen Handstand auf der Mastspitze. Viele Lacher hatten nicht nur Vladimir Stoliarov und seine Frau Irada als klassische Clowns. Extra-Applaus bekam auch Sergiu Mosanu , der als „Jim Bim“ gespielt betrunken die unmöglichsten akrobatischen Verrenkungen mit Trampolin und Leiter vollführte.

Groß war die Auswahl der Tiere. Yak, Emu, Araber-Pferde, Kamele und Watussis marschierten imposant durch die Manege, souverän geführt von Stephanie Probst. Die weißen Löwen von Dompteur Ludvik Berousek wirkten dagegen etwas träge – ob das Teil der Show sein sollte, blieb unklar.

„Die Tiere haben uns besonders gefallen, nur die Akustik hätte besser sein können“, sagten Frank und Britta Außenthal aus Gnutz, die mit ihren Töchtern Lynn (6) und Viona (12) gekommen waren. „Die Trampolin-Nummer war super“, fand Bianca Riemenschneider aus Einfeld, die Leony (3) und Emely (8) dabei hatte. Und die Clowns gefielen Colin Hahn aus Tungendorf am besten. Er feierte gestern seinen sechsten Geburtstag und hatte den Zirkusbesuch von seinen Eltern Chantal und Markus als Geschenk erhalten.

Vor Beginn der Vorstellung hatten rund ein Dutzend Zirkusfreunde für den Verbleib von Wildtieren in der Manege demonstriert. Sie verteilten unter anderem Handzettel an die Besucher mit dem Text „Papiertiger sind langweilig“. Um frühzeitig auf mögliche Proteste von Tierschützern reagieren zu können, verfolgten zwei Polizisten die Vorstellung. In Schleswig, Rendsburg und Kiel war es zuletzt zu Auseinandersetzungen vor dem Zirkuszelt gekommen (der Courier berichtete).

Weitere Vorstellungen sind heute und morgen um 16 und um 19.30 Uhr sowie am Sonntag um 11 und 16 Uhr. Karten gibt es ab 14 Euro an der Zirkuskasse.

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