Neumünster singt und spielt : Gelebte Leidenschaft für die Musik

Schwungvoll präsentierte sich der Shanty-Chor „La Paloma“ unter ihrem neuen „Capitano“ Hans-Georg Wolos.
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Schwungvoll präsentierte sich der Shanty-Chor „La Paloma“ unter ihrem neuen „Capitano“ Hans-Georg Wolos.

Beim 19. Festival begeisterten Chöre, Orchester, Tänzer und Solisten 1300 Zuschauer / Junge Akteure begeisterten

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12. März 2018, 09:30 Uhr

Neumünster | Es klang ein bisschen wie Gänsegeschnatter hinter dem Vorhang. Doch tatsächlich waren es etwa 100 aufgeregte Vicelinschüler, die ihrem großen Auftritt bei „Neumünster singt und spielt“ entgegenfieberten. „Wie ein Sack Flöhe“, sagte ihre Lehrerin Brigitta Wolos schmunzelnd. Doch dann ging der Vorhang auf, und alle waren mit Feuereifer bei der Sache. Die Kids hatten eine Botschaft, die in die heutige Zeit säbelrasselnder Staatsoberhäupter und ausgebombter Zivilisten passte: Sie verwandelten sich in die Kinder von Girouan und baten singend um Frieden auf der Welt – ein unbestrittener Höhepunkt des Chor- und Musikfestivals „Neumünster singt und spielt“ am Wochenende.

Über 800 Akteure brannten in drei Vorstellungen vor etwa 1300 Zuschauern ein Musik-Feuerwerk ab. „Es ist jedes Mal eine wunderschöne Zeit hier, Sie beweisen, was Neumünster kulturell zu bieten hat. Das Festival ist ein Synonym für ehrenamtliches Engagement und Kontinuität“, lobte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras die „Leidenschaft“ der Organisatoren.

Locker-launig moderiert von Johannes Nikolaysen und Birgit Prasse drehte sich das Musik-Karussell, bei dem auf der Bühne ein buntes Kaleidoskop entzückte und hinter der Bühne die „Macher“ Hunderte von Akteuren „durchschleusten“. Mit Schuss und Schrei eröffnete der Mädchen-Musikzug, Opernsängerin Katharina-Maria Kargel betörte mit dem Blasorchester des SV Tungendorf beim Gospel „Amazing Grace“, und vor allem den jungen Sängern und Tänzern flogen die Herzen zu. Mit martialischem „Uuh“ vom Publikum ließ die Samba-Gruppe Tocando es mächtig krachen, ebenso sorgte die Bratz-Band für mächtig Stimmung. Diverse Chöre sangen von freien Gedanken, Chianti-Wein oder romantischen Herzensangelegenheiten wie die Bordesholmer Liedertafel. Den goldener Notenschlüssel der Festivalgemeinschaft erhielt Eberhardine Seelig von der Teestube David (Tschernobyl-Kinder-Kur). „Die Vielfalt finde ich toll – und auch etwas fürs Auge“, lobte Andreas Lesch (57) aus Tungendorf mit Blick auf die Bauchtanz-Frauen des Tanzstudios Bahar.

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