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Vorentscheidung : Gelber Klinker und Fontänen für den Großflecken

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

CDU- und SPD-Bauexperten sprechen sich fürs Innenstadtkonzept des Hamburger Architekten-Büros WES aus. Die Umsetzung soll in einzelnen Schritten erfolgen.

shz.de von
erstellt am 27.Jan.2016 | 12:00 Uhr

Neumünster | Es gibt eine Vorentscheidung: Bereits eine Woche nach der öffentlichen Vorstellung von drei Konzepten für die Umgestaltung der Innenstadt Anfang Dezember haben sich die CDU- und SPD-Mitglieder des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses auf einer nicht-öffentlichen Informationsveranstaltung bei Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras für einen Landschaftsarchitekten ausgesprochen. Die Kommunalpolitiker bevorzugen mit einigen Änderungen und Ergänzungen die Ideen der renommierten Hamburger Agentur Wehberg, Eppinger und Schmidtke (WES).

Ein Beschluss wurde nicht gefasst, konnte auch nicht, da es sich nicht um eine offizielle Sitzung handelte. Die Vertreter von FDP, Grünen und Bündnis für Bürger waren aus persönlichen oder beruflichen Gründen bei dem Treffen nicht dabei.

Kern des WES-Konzeptes ist es, der Innenstadt eine „unverkennbare Identität zu geben“. Angelehnt an historische Aufnahmen soll in der gesamten Innenstadt gelblicher Klinker-Belag als „Tablett der Stadt“ verlegt werden, auf dem Großflecken in einer „markanten Dreiecksfläche als deutlich abgesetzter Bürgersteigbereich zum angrenzenden Platz“, wie es im Entwurf heißt. Die Landschaftsarchitekten wollen ansonsten die vorhandenen Granitsteine belassen, allerdings als „durchgehend geschnittene und geschliffene Pflasterfläche, so dass die Begehbarkeit deutlich verbessert und andererseits der Historie Rechnung getragen wird“. Der östliche Bürgersteig soll verbreitert werden, dort sollen – ebenfalls nach historischem Vorbild – Bäume gepflanzt werden. Als Clou planen die Architekten ein Fontänenband, „eine Attraktion für Jung und Alt“, wie es im Konzept heißt. Auch für die Lütjenstraße, die Kieler Brücke und die Teichuferanlagen hat das Hamburger Büro interessante Vorstellungen entwickelt. Die Gesamtkosten betragen gut sieben Millionen Euro.

Nun könnte es zügig vorangehen. „Wir führen noch weitere Gespräche in den Fraktionen, um eine möglichst breite Meinung einzuholen“, sagt Bernd Heilmann, Abteilungsleiter der Stadtplanung. Vermutlich zur Ratsversammlung im April, auf jeden Fall noch vor der Sommerpause will die Verwaltung eine ausgearbeitete Beschlussvorlage in die Ratsversammlung einbringen. Kommt diese durch, startet danach das reguläre Ausschreibungs- und Bauverfahren mit den zugehörigen Anhörungen und Beteiligungen. Dann können auch die Bürger weitere Vorschläge für die Umgestaltung machen.

Aus Politik-Kreisen verlautet, die letztendlich beschlossenen Baumaßnahmen würden nicht auf einmal, sondern in einzelnen Schritten umgesetzt werden.

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