Jäger und Nabu : Gefahr für Wildtiere und Moor durch Müll

Jede Menge Müll   holten  Einfelder Jäger und Nabu-Mitglieder bei einer Aktion aus dem Dosenmoor.
Jede Menge Müll holten Einfelder Jäger und Nabu-Mitglieder bei einer Aktion aus dem Dosenmoor.

Plastik, Flaschen und sogar ein verrostetes Auto: Einfelder Jäger und Nabu-Mitglieder sammelten im Dosenmoor Müll.

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08. Juli 2014, 09:00 Uhr

Neumünster | Geschätzte 1,5 bis 2 Tonnen Alteisen, dazu jede Menge Plastik sowie Flaschen und Reifen bargen Einfelder Jäger unterstützt von Mitgliedern des Naturschutzbundes (Nabu) am Wochenende aus dem Dosenmoor. „Wir wussten aus unserer Tätigkeit, dass da jede Menge Müll liegt. Da mussten wir mal ran“, meinte Ingbert Tornquist, Vorsitzender der Kreisjägerschaft. Sogar ein verrostetes Auto entdeckten die 16 Sammler. „Das Moor war wohl früher so der gängige Weg für Entsorgungen“, meinte Jäger Holger Meyer.

Vom Auto konnten nur Teile geborgen werden. Felix (8), der jüngste Sammler, der mit seinem Vater aus Gadeland gekommen war, staunte außerdem über die vielen Scherben und Flaschen im Moor. „Gerade mit Glasscherben oder Flaschen kann durch Sonnenstrahlen ein neuer Brand entstehen“, wusste der Schüler. Ein weiterer Grund für die Aktion seien auch die Gefahren, die durch den Müll für die Wildtiere entstehen. Meyer und der Nabu-Vorsitzende Björn-Henning Rickert bedankten sich auch bei der Unteren Naturschutzbehörde, die kostenlos die Container stellte, sowie bei Einfelder Schlepperbesitzern. Mit vier Schleppern und Hängern rückten die Gruppen ins Moor aus.

Nach der schweißtreibenden Arbeit konnten sich die Müllsammler bei kühlen Getränken und Grillwürstchen am Infozentrum Dosenmoor erholen. Allen Beteiligten war klar, dass das die erste Aktion, aber sicher nicht die letzte war, denn noch immer liegt gefährlicher Müll im Moor.

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