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13. Dezember 2017 | 20:23 Uhr

Geerdts wechselt zur CDU Rendsburg

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ämter strebe er nicht mehr an, sagte Neumünsters früherer CDU-Chef und Landtagsabgeordneter

von
erstellt am 02.Dez.2013 | 17:11 Uhr

Der frühere Landtagspräsident und langjährige CDU-Kreispartei- und Ratsfraktionschef Torsten Geerdts (50) hat den Kreisverband gewechselt. „Ich habe zum 30. November den Wechsel vollzogen und werde mich jetzt im Kreisverband Rendsburg-Eckernförde engagieren“, sagte er auf Nachfrage unserer Zeitung.

Zu den Gründen wollte sich Geerdts, der weiter in Neumünster wohnt, nicht äußern. Nur so viel sagte er: „Ich strebe keine Positionen und Ämter mehr an.“ Den CDU-Kreisvorsitz in Neumünster hatte er am 8. August nach insgesamt 14-jähriger Amtszeit zwischen 1997 und 2010 und dann nochmals 2012/13 – aus beruflichen Gründen – abgegeben.

Geerdts ist seit dem 1. September leitender Angestellter beim DRK-Landesverband und wird zum Jahreswechsel als einer von zwei hauptamtlichen Vorständen Nachfolger des scheidenden DRK-Landesvorstands Klaus Crijns. Diese Aufgabe erfordere ein „Höchstmaß an parteipolitischer Neutralität“ und lasse sich nicht mit dem Amt des CDU-Kreisvorsitzenden verbinden, begründete Geerdts seinerzeit seinen Rückzug.

Eine Rückkehr in die Kommunalpolitik hatte Geerdts allerdings bereits einmal nach der Landtagswahl am 6. Mai 2012 ausgeschlossen. Als amtierender Landtagspräsident scheiterte Geerdts damals im Kampf um das Direktmandat an der SPD-Newcomerin Kirsten Eickhoff-Weber, und der Landeslistenplatz 2 reichte nicht zum Wiedereinzug in den Landtag. Ihm gehörte Geerdts seit 1992 an.

Kurze Zeit später folgte die Kehrtwende: Geerdts kandidierte erneut für den CDU-Kreisvorsitz und wurde am 3. September 2012 zum Nachfolger seines Vorgängers Wolf Rüdiger Fehrs gewählt. Ohne Gegenkandidat war das Wahlergebnis allerdings mit 75 Prozent nicht berauschend. Nach Geerdts Abtritt im August 2013 setzte es harte Worte vom Parteinachwuchs der Jungen Union.

Es sei jedem Mitglied freigestellt, welchem Kreisverband er sich anschließe, sagte Wolf Rüdiger Fehrs, der Neumünsters CDU seit dem August erneut vorsteht. „Torsten Geerdts und ich gehen nicht im Streit auseinander. Ich kann aber sagen: Reisende soll man ziehen lassen“, so Fehrs. Der SPD-Ratsfraktionschef Uwe Döring hatte auf dem SPD-Parteitag die „Politikverweigerung in der CDU“ kritisiert und süffisant angefügt: „Kein Wunder, dass Torsten Geerdts nach Rendsburg auswandert.“

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