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Tag der deutschen Einheit : Gedenkfeier soll zum Bürgerfest werden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bund der Vertriebenen will mehr junge Menschen für die deutsche Geschichte begeistern. Stadtpräsident sieht Heimat als Menschenrecht.

Der Kreisverband des Bundes der Vertriebenen (BdV) und die Vereinigten Landsmannschaften wollen im kommenden Jahr ihre Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit zu einem Bürgerfest ausweiten. Das kündigte der BdV-Kreisvorsitzende Willi Treetzen gestern auf dem Berliner Platz vor knapp 50 Gästen an. Für die Planungen sollen nicht nur die Stadt und die Ratsversammlung, sondern auch Vereine und Verbände mit ins Boot geholt werden. So wolle man vor allem mehr junge Leute für den geschichtlichen Hintergrund des Feiertages begeistern, sagte Treetzen.

Zuvor hatte er in seiner Ansprache daran erinnert, dass vor 80 Jahren die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland ergriffen. „Wenn wir uns heute der deutschen Einheit erinnern, so dürfen wir Deutschlands Weg in die Teilung nicht ausblenden“, sagte Treetzen. Er ließ die Geschichte vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur Wiedervereinigung anhand zahlreicher geschichtlicher Daten Revue passieren. „Der Preis der Einheit war auch die Anerkennung der jetzigen polnischen Westgrenze, aber nun liegt das vereinte Deutschland im Herzen Europas und hat Freundschaft und Frieden mit seinen Nachbarn“, so Treetzen.

Nach einem Grußwort des BdV-Landesvorsitzenden Fedor M. Mrozek, der extra aus Kiel angereist war, betonte Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek, dass die Geschichte von Flucht und Vertreibung eine gesamtdeutsche Geschichte sei. „Krieg und Vertreibung sollten sich nie wiederholen“, so das Stadtoberhaupt. Heimat sei ein Menschenrecht und Vertreibung ein Unrecht. Strohdiek lobte die Charta der Heimatvertriebenen als „herausragendes Friedenswerk“. Der Einsatz der Vertriebenen sei ein großer Verdienst am Vaterland.

Zur Erinnerung an die Grenzöffnung wurden am Gedenkstein, der auf Initiative von Herbert Möller 1990 auf dem Berliner Platz aufgestellt wurde, Blumen niedergelegt und die Nationalhymne gesungen. Die Reservistenkameradschaft „Military Team Neumünster“ stellte eine Ehrengarde. Mitglieder der Kameradschaft hatten den Stein zuvor wie jedes Jahr wieder auf Hochglanz poliert. Die neu aufgestellten Masten auf dem Platz waren beflaggt mit den Fahnen Europas, Deutschlands, Schleswig-Holsteins und Neumünsters.

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erstellt am 04.Okt.2013 | 07:00 Uhr

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