70 Jahre nach Auschwitz : Gedenken an den Holocaust

Zahlreiche Parteien und Organisationen legten Kränze am Mahnmal nieder.
Zahlreiche Parteien und Organisationen legten Kränze am Mahnmal nieder.

Mit einer Kranzniederlegung am Rathaus-Mahnmal, einem Gottesdienst und einer Lesung gedachte Neumünster der Opfer des Nationalsozialismus

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28. Januar 2015, 05:30 Uhr

Neumünster | Am Mahnmal „Gegen Diktatur und Gewaltherrschaft in Deutschland“ im Rathausinnenhof gedachten Stadt, Kirchen, Parteien, Vereine und Verbände gestern auch in Neumünster der Opfer des Nationalsozialismus.

70 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz wolle Neumünster „ein Zeichen setzen gegen das Vergessen, in Erinnerung der vielen Opfer und als Mahnung für nachfolgende Generationen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras. Mit der Gedenkveranstaltung wolle man auch „jeglichen extremistischen Tendenzen in unserer Stadt Einhalt gebieten“, sagte Tauras.

Er nannte in diesem Zusammenhang nicht nur die NPD-Kandidatur bei der Oberbürgermeister-Wahl im Mai, sondern auch die Pegida-Demonstrationen. Eine solche Bewegung könne uns auch in Neumünster treffen, sagte Tauras mit Blick auf die zentrale Flüchtlingsaufnahmestelle am Haart, die Pegida-Organisatoren als Kulminationspunkt nutzen könnten.

Neumünster habe aber schon oft bewiesen, dass das breite demokratische Bündnis gegen Extremismus steht und dass die braune Szene hier nicht erwünscht sei. Nach der Kranzniederlegung folgte ein ökumenischer Gedenkgottesdienst in der Vicelinkirche. Den Abschluss bildete eine Lesung mit Frank Nonnenmacher in der Stadtbücherei (wir berichten darüber morgen).

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