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Kirchenjubiläum : Geburtstagsständchen für die Anscharkirche

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Festwoche zum 100-jährigen Jubiläum der Anscharkirche endete mit einem feierlichen Gottesdienst und Beatles-Liedern im Zelt.

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2013 | 13:48 Uhr

Warmherzig und mit viel Freude am Feiern – so erlebten die 160 Besucher, unter ihnen Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und Pfarrer Peter Wohs von der katholischen Pfarrei St.Maria-St.Vicelin, den Festgottesdienst am Donnerstagabend in der Anscharkirche.

Zum Abschluss der Festwoche führten die drei Pastoren der Anscharkirchengemeinde und Propst Stefan Block durch den Gottesdienst. Den Anfang machte Katja Engelhard. „Ich finde, dass es ist jetzt genau die richtige Zeit für ein Geburtstagsständchen ist,“ schlug Engelhard vor und stimmte den Geburtstagskanon „Viel Glück und viel Segen“ an. Die Gemeinde stimmte sofort ein.

Dann verlas sie Passagen aus der alten Festschrift, hob Unterschiede von damals zu heute hervor und beschrieb die Anscharkirche abschließend als ein Haus, das seine Wunden, die nun mit der Hilfe vieler engagierter Gemeindeglieder so schön ausgeschmückt sind, mit Stolz trägt. „Lasst uns nun gemeinsam feiern!“, forderte Pastorin Katja Engelhard die Besucher auf, und schon erklang das Kirchenlied „Tut mir auf die schöne Pforte“.

Kantor Sven Thomas Haase hatte das Stück mit Bedacht gewählt. Schließlich wurde es bereits bei der Weihung der Kirche vor 100 Jahren gespielt, und nun tönte es, passend zum Anlass, feierlich dargeboten von seinem Anschar-Bläser-Kreis von der Orgelempore in den Kirchenraum. Derart eingestimmt, beteten die Kirchenbesucher gemeinsam den Psalm 84 „Wohl denen, die in deinem Hause wohnen“.

Nachdem Pastorin Angelika Doege-Baden-Rühlmann das Glaubensbekenntnis gesprochen hatte, stieg Propst Stefan Block auf die Kanzel. „Wir haben alle eine besondere Beziehung zu unserer Anscharkirche. Manche kommen regelmäßig, andere nehmen den unsichtbaren Klang der Glocken wahr, für Dritte gehört sie einfach zum Stadtbild. Sie ist ein Gotteshaus!“, konstatierte der Propst, um gleich darauf zu fragen: „Ein Haus, in dem Gott lebt. Kann Gott lokalisiert werden?“ Sicher sei, dass der Mensch Schutz und einen Raum für Begegnungen brauche. Das alles finde er in einem Gotteshaus, so Block weiter, und er erinnerte an die regelmäßigen ökumenischen Gottesdienste und interreligiösen Begegnungen in der Anscharkirche. „Menschen brauchen einen Ort der Ruhe, die Wahrheit braucht keine Dome“, sagte Block.

Es war deshalb nur konsequent, dass die Organisatoren der Festwoche neben der Kirche ein Zelt aufgebaut hatten. Passend zum Geist der Anschargemeinde, fanden viele Besucher. Nach dem von Pastor Stefan Bemmé verlesenen und von Haase in einer berührenden Eigenvertonung auf der Orgel vorgetragenen „Da Pacem domine“ zogen viele Kirchenbesucher auf Einladung der Pastoren ins Zelt.

Hier gab die eigens für den Abend engagierte Hamburger Band „Die Koschmiders“ ab 21 Uhr Beatles-Lieder zum Besten. Gemeinsam mit den Pastoren und den Nachbarn aus dem Vicelinviertel feierten viele Besucher bis in den späten Abend.


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