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Neue Pläne : Gastkünstler in der Töpferei: Jetzt ändert sich das Konzept

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ewa Wesolowska und Lena Buhrmann sind das letzte reine Nachwuchs-Duo. 2016 kommen etablierte Kollegen dazu.

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erstellt am 08.Nov.2015 | 10:00 Uhr

Neumünster | Mit den beiden Künstlerinnen Ewa Wesolowska (32) aus Krakau (Polen) und Lena Buhrmann (32) aus Hamburg geht in der Stadttöpferei am Fürsthof 8 in diesem Monat eine dreijährige Ära zu Ende. Nachdem in dieser Zeit insgesamt 30 junge Nachwuchs-Keramiker in dem Künstlerhaus immer als Duo für vier Wochen tätig sein durften, wird sich in den kommenden drei Jahren das Projekt der Dr.-Hans-Hoch-Stiftung ein wenig ändern. „Es war für drei Jahre angelegt. Jetzt ist es leicht abgewandelt für drei weitere Jahre gesichert“, erklärte Danijela Pivaševic-Tenner, künstlerische Leiterin der Stadttöpferei. Auch weiterhin wird die Hoch-Stiftung als Hauptträger fungieren. Außerdem werden die Kulturstiftung des Landes, die Stiftung der Sparkasse Südholstein und die Wobau das Projekt weiterhin unterstützen.

Die Neuerung   ab dem kommenden Jahr besteht darin, dass dann nicht mehr ausschließlich junge Künstler eingeladen werden. Stattdessen sollen immer ein Nachwuchs-Keramiker und ein bereits etablierter Künstler gemeinsam für vier Wochen vor Ort sein. „Sie sollen sich gegenseitig inspirieren. Es geht um Wissenstransfer“, erklärte Danijela Pivaševic-Tenner. Mit dem vergangenen dreijährigen Block ist die künstlerische Leiterin sehr zufrieden. Sie lobt nicht nur den engen Kontakt der Gäste zu den Neumünsteranern, sondern auch die ausgesprochene Vielfalt der Arbeiten. „Auch wenn es alles Keramiker sind, die hier zu Gast waren, so haben wir doch 30 völlig unterschiedliche Künstler hier gehabt. Es wiederholte sich nichts“, so ihr Resümee.

Das zeigt sich auch aktuell bei Ewa Wesolowska und Lena Buhrmann, die nebeneinander mit völlig unterschiedlichen Arbeiten beschäftigt sind. Ewa Wesolowska, die bei verschiedenen Künstleraufenthalten in Frankreich, Spanien oder Holland viel experimentierte, und Doktorandin an der Kunstakademie in Krakow ist, schafft auch in Neumünster eine für sie typische interaktive Raum- und mobile Lichtinstallation mit keramischen Materialien. Dafür fertigt sie zurzeit hunderte feine Tonplatten an, die später beweglich aufgehängt und unter anderem mit flackerndem Licht ausgestattet werden. Thematisch beschäftigt sich die Künstlerin mit „Erinnerungen“, die sich immer wieder verändern – unter anderem für und durch den Betrachter in der Ausstellung.

Ihre Hamburger Kollegin hingegen baut zurzeit an einem temporären Ofen. Er wird nur einmal in Aktion zu sehen sein, und zwar am 27. November ab 18 Uhr im Garten der Stadttöpferei, wenn die beiden aktuellen Gastkünstlerinnen ihre Neumünsteraner Arbeiten in einer Abschlusspräsentation zeigen. In dem Ofen sollen während der Performance unter anderem einzelne getöpferte Elemente gebrannt werden. Mit ihren typischen Rauminstallationen will Lena Buhrmann Kommunikationsanlässe schaffen. Nach dem Diplom der Kunsttherapie an der Fachhochschule Ottersberg schloss sie 2013 ein Studium der Freien Bildenden Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig ab.

Arbeiten von Ewa Wesolowska und Lena Buhrmann werden außerdem im Februar 2016 in der Jahresausstellung der Stadttöpferei zu sehen sein, wo alle Teilnehmer aus 2015 noch einmal mit einzelnen Werken vertreten sind. Ein genaues Datum für die Schau steht noch nicht fest.

 

 

 

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