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Holsteinischer Courier

21. September 2017 | 07:16 Uhr

Boostedt : Gasalarm: Vier Häuser evakuiert

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bei Bauarbeiten in der Bahnhofstraße war eine Hauptgasleitung beschädigt worden. Gas trat in explosionsfähiger Konzentration aus. Nach drei Stunden war die Gefahr wieder gebannt.

von
erstellt am 19.Mai.2016 | 08:30 Uhr

Boostedt | Martinshörner waren gestern ab 12 Uhr allenthalben in Boostedt zu hören. In der Bahnhofstraße war eine Hauptgasleitung beschädigt worden. Der Ortskern wurde gesperrt, vier Häuser evakuiert. Verletzt wurde niemand.

Als erste Einsatzkräfte waren die Polizei und die Berufsfeuerwehr Neumünster vor Ort. Sie sperrten den Bereich ab und überprüften, ob wirklich Gas austritt. Wenig später übernahmen die Freiwillige Feuerwehr Boostedt, der Gefahrgut-Erkundungszug des Amtes Boostedt-Rickling und der ABC-Zug des Kreises Segeberg die Arbeit vor Ort.

„War das ein Schreck! Ich war gerade beim Kochen, als ein Feuerwehrmann herein kam und gesagt hat, ich müsse raus. Ich konnte lediglich meine Handtasche mitnehmen“, berichtete Elvira Weigold. Sie wohnt in dem Haus an der Bahnhofstraße 27, das evakuiert wurde. Den Herd hatte sie noch schnell ausgemacht, aber es war ohnehin der Strom in ganz Boostedt abgeschaltet worden.

Bei Baggerarbeiten für die Verlegung eines Glasfaserkabels im Knick der Feldstraße zur Bahnhofstraße war eine Hauptgasleitung beschädigt worden. Die Leitung ist im Rohrdurchmesser 15 Zentimeter groß und führt Erdgas. „Das Gas tritt in explosionsfähiger Konzentration aus“, erklärte Jörg Nero. Der Groß Kummerfelder ist Chef der Amtswehr Boostedt-Rickling und leitete gestern den Einsatz. Wegen der Explosionsgefahr musste der Ortskern komplett abgeriegelt werden. Ein Mehrfamilien- und drei Einfamilienhäuser wurden evakuiert. Weil das ausgetretene Gas sich unter anderem in den Kanalschächten sammelte, wurde der Strom weiträumig abgestellt. Wasser wurde auf der Bahnhofstraße verteilt, damit das austretende Gas sich dort bindet.

Die Tankstelle war zappenduster. „Wir haben seit etwa 12.30 Uhr keinen Strom. Tanken geht nicht, und Kartenzahlung geht auch nicht. Im Shop kann man einkaufen, aber nur bar bezahlen. Die Kunden reagieren durchweg verständnisvoll“, sagte die Angestellte Vanessa Pries.

Experten von SH-Netz machten sich daran, das Leck in der Gasleitung zu verschließen. Die Feuerwehr maß die Gaskonzentration immer wieder. Gegen 15.30 Uhr war die Gefahr gebannt. Die Sperrung wurde aufgehoben, und die Menschen konnten wieder in ihre Häuser.

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