Rendsburger Strasse : Gartenstädter wollen beim Stock-Guss-Gelände mitreden

Nach Wunsch des Beirats der Gartenstadt sollen Experten gemeinsam mit möglichen Investoren und Bürgern darüber sprechen, was auf dem Stock-Guss-Gelände an der Rendsburger Straße möglich ist.
Nach Wunsch des Beirats der Gartenstadt sollen Experten gemeinsam mit möglichen Investoren und Bürgern darüber sprechen, was auf dem Stock-Guss-Gelände an der Rendsburger Straße möglich ist.

Die Mitglieder des Stadtteilbeirats wollen die Stadtverwaltung um die Einberufung einer Anhörung bitten.

shz.de von
04. Mai 2015, 08:30 Uhr

Neumünster | Der Wunsch nach Mitbestimmung über die Zukunft des Stock-Guss-Geländes beschäftigt zurzeit den Stadtteilbeirat Gartenstadt. Einstimmig einigten sich die Vertreter deshalb darauf, die Stadtverwaltung um die Einberufung einer Anhörung bis September dieses Jahres zu bitten. Es soll nach Wunsch des Beirats eine informative Veranstaltung werden, bei der Anwohner, Stadtplaner und der Investor in einen Dialog treten. Ob auf das Gelände Einzelhandel mit maximal 800 Quadratmetern Verkaufsfläche hingesetzt wird oder sich ein Gewerbe niederlässt, ist bisher unbekannt.

„Wir können uns nicht auf ein Recht zur Mitsprache berufen, wir können aber den Wunsch äußern“, meinte der Beiratsvorsitzende Martin Kriese (CDU). Der Punkt wurde auf Antrag von Kurt Feldmann-Jäger (SPD) in die Tagesordnung aufgenommen. Auf dem als Gewerbegebiet ausgeschriebenen Gelände an der Rendsburger Straße türmen sich seit einem Jahr Schutthaufen.

Eine gute Nachricht: Der Schulweg zwischen dem Stoverseegen und der Rintelenstraße wird mit Straßenlaternen ausgestattet. Bei einer Begehung des Weges zur Gartenstadtschule mit dem Beiratsvorsitzenden vor zwei Wochen haben Mitarbeiter der Verwaltung festgestellt, dass für einen sicheren Schulweg etwa zehn Lampen notwendig sind. Rechtzeitig zum Beginn der dunklen Jahreszeit soll die Ausleuchtung gesichert sein. Außerdem sicherte Ingo Kühl, der Leiter des Technischen Betriebszentrums (TBZ), die Räumung des Weges zu. Seit der Demontage der Fußgängerbrücke an der Alten Rendsburger Straße fürchten viele Eltern um die Sicherheit ihrer Kinder auf dem Schulweg.

Bewegung kommt auch in die Anbindung des Fahrradverkehrs zum Gewerbepark Eichhof. Wie Gundula Schuhmacher von der Stadtverwaltung Martin Kriese mitgeteilt hat, wird sie während der nächsten öffentlichen Sitzung Ende Mai den Beiräten der Gartenstadt und Einfeld ein Konzept vorschlagen.

Der Hintergrund: Um Arbeitnehmern aus Neumünster den Weg zum Gewerbegebiet auch per Rad zu ermöglichen, ist die Verwaltung bereits beauftragt, eine sichere Anbindung zu schaffen. Da der Neubau eines Radweges aus Kostengründen ausscheidet, soll ein Schutzstreifen errichtet werden. Da dieser der Straßenverkehrsordnung gemäß aber nur innerorts zulässig ist, hat der Beirat bereits den Vorschlag gemacht, das Ortsschild um ein paar Hundert Meter zu verschieben.

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