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Schulwegsicherung : Gartenstädter fordern Zebrastreifen am Nachtredder

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beirat unterstützt Elternwunsch nach mehr Sicherheit auf dem Schulweg. Rungestraße soll Sperrbezirk werden

von
erstellt am 27.Sep.2013 | 17:00 Uhr

Der Stadtteilbeirat Gartenstadt macht sich für einen Zebrastreifen vor der Gartenstadtschule am Nachtredder stark. Auf der Beiratssitzung am Mittwochabend forderte das neue Stadtteilparlament aus SPD, CDU und einer Grünen die Stadt einstimmig auf, zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung der Schulweg-Querung zu prüfen.

Der Wunsch vieler Eltern nach mehr Sicherheit sei durchaus verständlich, sagte der neue Stadtteilvorsteher Horst Kunz (CDU). Trotz der künstlichen Fahrbahnverengung vor der Schule komme es im Bereich der Einmündung Ahornstraße immer wieder zu „brenzligen Situationen“ und Missverständnissen zwischen Grundschülern und Autofahrern.

Die Krux: Der Bereich vor der Schule fällt in eine Tempo-30-Zone, in der zusätzliche Zebrastreifen verkehrsrechtlich eigentlich nicht vorgesehen sind. Kunz will das nicht gelten lassen und verweist auf Ausnahmeregelungen auch in anderen Stadtteilen. Der Wunsch nach einem Zebrastreifen in Höhe der bereits bestehenden Fahrbahnfurt war vom Schulelternbeirat an den Stadtteilbeirat herangetragen worden.

Einvernehmen gab es in der Sitzung auch über die Forderung, die Rungestraße in die von der Stadt geplanten Sperrzonenverordnung für Prostituierte einzubeziehen. Der Stadtteilbeirat verweist darauf, dass es in dem Gewerbegebiet auch zahlreiche Wohnhäuser, vor allem aber mehrere zentrale Ausbildungsstätten gibt, die regelmäßig von jungen Leuten angesteuert werden. Unter anderem betreibt der Ausbildungsverbund Neumünster (AVN) dort eine Lehrwerkstatt für junge Metaller. Die Aufnahme in die Sperrzonenverordnung würde Straßenprostitution in der Rungestraße grundsätzlich verbieten.

Die Stadt hatte unlängst eine Sperrzonensatzung auf den Weg gebracht, nachdem zunächst an der Plöner Straße, dann auch im Umkreis vereinzelt Straßenprostituierte aufgetaucht waren (der Courier berichtete). In mehreren Stadtteilen befürchtet man jetzt, dass das Problem in der Stadt lediglich verlagert werden könnte. Die Sperrzonenverordnung wird derzeit vom Land geprüft.

Erstmals nach 2009 soll im kommenden Jahr in der Gartenstadt wieder ein Stadtteilfest gefeiert werden. Der Stadtteilbeirat hat dazu jetzt einen dreiköpfigen Festausschuss benannt: Peter Scheiwe (Finanzen, Koordination), Ingo Köhler (Logistik) und Marina Schröder (Programm) sollen die Planungen koordinieren.

Unter anderem haben bereits Kirche, Schützengemeinschaft, die Jugendinitiative Gartenstadt und mehrere Sparclubs ihr Interesse an einer Mitarbeit bekundet. Als Termin für das Stadtfest ist bislang das Wochenende 5. und 6. Juli 2014 angedacht, eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus.

 

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