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Verleihung in Berlin : Gartenstadtschule gewinnt Präventionspreis

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Grundschule wurde im Berliner Verkehrsministerium mit dem Präventionspreis „Der rote Ritter“ ausgezeichnet.

von
erstellt am 16.Dez.2016 | 08:45 Uhr

Neumünster | Große Freude herrscht derzeit bei Schülern und Lehrern der Gartenstadtschule: Für ihre vorbildlichen Projekte zur Verkehrssicherheit wurde die Grundschule am Nachtredder gestern im Berliner Verkehrsministerium mit dem Präventionspreis „Der rote Ritter“ ausgezeichnet.

Der Preis wird jährlich vom Verein „Aktion Kinder-Unfallhilfe“ verliehen, der damit Ideen zur Verkehrserziehung in Schulen und Kindergärten, Fahrradtrainings für Flüchtlinge oder Aktionen zur Schulwegsicherung belohnt. Ziel des Projektes ist es, die Unfallzahlen bei Kindern und Jugendlichen zu senken. Die Gartenstadtschule gehört zu den fünf Haupt-Preisträgern, die von der Jury aus 80 bundesweiten Bewerbungen ausgewählt wurden.

Beworben hatte sich die Schule im April mit einem mehrseitigen Schreiben, in dem Schulleiterin Ellen Naumann die verschiedenen Projekte zum Thema Verkehrssicherheit vorstellte. So finden an der Schule neben einem Schulwegtraining und Übungsstunden mit dem Präventionsbeauftragten der Polizei unter anderem auch Frühfahrradkurse und intensive Vorbereitungen auf die praktische Fahrradprüfung statt. Zusätzlich wird ein Geschicklichkeitstraining auf dem Schulweg angeboten und das Thema „Das verkehrssichere Fahrrad“ als festes Element in den Heimat-, Welt- und Sachunterricht eingebunden. Außerdem nehmen die Schüler an der jährlichen Aktion „Zu Fuß zur Schule“ teil (der Courier berichtete).

Für Ellen Naumann sind die Aktionen ein fester Bestandteil der Schulphilosophie: „Unser Konzept orientiert sich am jeweiligen Entwicklungsstand der Kinder. Die Basis-Kompetenzen werden in jeder Klassenstufe wieder aufgegriffen und altersgemäß erweitert. Mit unseren Aktionen hoffen wir, unsere Schüler zu verkehrsgerechten und umsichtigen Teilnehmern zu befähigen und sie vor Unfällen zu schützen.“

Mit dem Preisgeld von 3000 Euro möchte die Gartenstadtschule einen neuen Schuppen für ihre 20 Schulfahrräder finanzieren. „Unser bestehender, luftiger Schuppen ist über 40 Jahre alt, bietet nur Platz für zehn Räder und fördert leider das Rosten sehr. Die anderen zehn Räder müssen jedes Mal aus dem Keller über viele Treppen getragen werden“, sagt Ellen Naumann.

Die Schulleiterin war gestern gemeinsam mit ihrer Kollegin Heike Dörner, Kreisfachberaterin für Verkehrserziehung, nach Berlin gereist: „Wir freuen uns sehr über die Wertschätzung unserer beständigen Arbeit an der Verkehrssicherheit der Kinder. Besonders erfreut uns, dass auch solche nachhaltigen Projekte vieler kleiner Schritte Anerkennung finden.

Standpunkt: Vorbildliches Engagement

Die Zahlen sind erschreckend: Nach Angaben des Vereins „Aktion Kinder-Unfallhilfe“ wurden im vergangenen Jahr 28000 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren Opfer eines Verkehrsunfalls. 4253 von ihnen erlitten schwere Verletzungen, 84 starben. Umso wichtiger ist es, dass Kinder bereits in jungen Jahren lernen, wie sie sich im Straßenverkehr richtig verhalten. Hier sind neben den Eltern in erster Linie Kitas und Schulen gefragt. Die Gartenstadtschule hat ein umfangreiches Konzept erarbeitet, das Kinder bereits in der Grundschule für das Thema sensibilisiert und sie für eine selbstständige und unfallfreie Teilnahme am Straßenverkehr fit macht. Schön, wenn das gelingt – umso schöner, wenn dieses Engagement dann auch noch mit einem Preis gewürdigt wird.

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