Neumünster : Gartenstadt will Radweg zum Eichhof

An der Rendsburger Straße soll es eine Radweg geben.
An der Rendsburger Straße soll es eine Radweg geben.

Stadtteilbeirat beschloss, sich für einen schnellen Bau eines kombinierten Rad- und Fußweges für rund 350000 Euro einzusetzen.

meyer_gunda the real-.jpg von
13. April 2018, 08:00 Uhr

In dem Maße, in dem der Gewerbepark Eichhof wächst, steigt das Unwohlsein bei jenen Neumünsteranern, die dem wichtigen Wachstumstreiber für die Stadt am nächsten liegen. Zumindest im Stadtteilbeirat Gartenstadt beobachtet man die Entwicklung mit einiger Sorge. Dass neue Arbeitsplätze entstehen, wird gelobt, mit den Folgen für den Straßenverkehr im Stadtteil fühlt man sich von der Verwaltung aber weitgehend alleingelassen.

Schon heute sei ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf der Rendsburger Straße zu verzeichnen, und schon heute ärgern sich Anwohner über den Ausweichverkehr durch ihren Stadtteil, hieß es in der Sitzung am Mittwochabend. Auf das von der Stadt versprochene Verkehrsmonitoring zur Entwicklungsfläche Nord warte man ebenso seit Jahren wie auf eine Anbindung des Gewerbeparks für Radfahrer und Fußgänger.

Wie so häufig war es Kurt Feldmann-Jäger (SPD), der sehr energisch für die Belange der Radfahrer und Fußgänger eintrat. Er erinnerte daran, dass die Anbindung des Gewerbeparks bereits seit 2013 Thema in Politik und Verwaltung sei, ohne dass bis heute etwas geschehen sei. Und das, obwohl das Versprechen des Oberbürgermeisters im Raum stand, dort bis zu 4500 Arbeitsplätze anzusiedeln – mit entsprechendem Verkehr. „Ein kollektives Versagen in der Verwaltung“, wetterte er.

Feldmann-Jäger verlas in Vertretung des befangenen Vorstehers Martin Kriese (CDU) ein Schreiben von Stadtplanerin Ute Spieler, das zwei Stunden vor Sitzungsbeginn eingegangen sei. Aus diesem ging hervor, dass es nicht möglich sei, auf der Rendsburger Straße einen Fahrradstreifen anzulegen, weil dies außerhalb geschlossener Ortschaft nicht zulässig sei und man das Ortsschild nicht verlegen könne. Der Stadtteilbeirat beschloss bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung (beide CDU), sich für einen schnellen Bau eines kombinierten Rad- und Fußweges einzusetzen – Kosten: rund 350 000 Euro.

Anwohner machten deutlich, dass dies auch deshalb dringend erforderlich sei, weil nicht erst jetzt der Verkehr auf der Strecke zunehme. Paul Weber (SPD) bezeichnete es als unverständlich, dass die Stadt den Zubringer-Umgehungsverkehr – beispielsweise über den Stoverweg – nicht von vornherein in ihre Planung für den Gewerbepark mit aufgenommen habe. Feldmann-Jäger: „Bei dem Thema werden wir jetzt in jeder Sitzung nachhaken.“

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